Qualifying H2H
Giancarlo Fisichella - Jenson Button
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Renault geht zwar nicht als Topfavorit in die Saison, doch haben sie wieder ein gutes Auto gebaut, das wohl momentan einen kleinen Rückstand auf Ferrari/McLaren hat. Die Piloten sind zufrieden mit der Saisonvorbereitung und freuen sich auf das erste Rennen der Saison. Die Vorbereitung lief ziemlich unkompliziert und von Teamverantwortlichen ist zu hören, dass sich Fisichella etwas weiterentwickelt hat und etwas stärker geworden sein soll.
In den letzten Jahren hat der Renault super auf die Strecke von Melbourne gepasst. Viel Abtrieb und Stabilität in den Bremszonen ist hier erforderlich und das weißt der Renault auf jeden Fall auf. Abtrieb hatte der Renault in 2005 und 2006 wohl am meisten und auch auf der Bremse gab es in den letzten Jahren keine Probleme.
Ich sehe hier für Fisichella einen deutlichen Vorteil. Das Auto passt auf die Strecke, die Tests verliefen sehr gut und das Italiener mag die Strecke sehr gern. 2005 konnte er in Melbourne sogar gewinnen.
Interview mit Chefingineur Pat Symonds:
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Frage: "Wie wird der Albert Park Circuit dem neuen Renault R27 liegen?"
Symonds: "Ich glaube, dass unser Wagen sehr gut mit der Strecke zurechtkommen wird. In Melbourne brauchst du ein Auto, das gut auf schnelle Richtungswechsel reagiert und auf der Bremse Vorteile hat."
"Die Strecke kann etwas holprig sein, und die Temperaturen können zu dieser Jahreszeit stark variieren. In den vergangenen Jahren haben unsere Wagen in Melbourne immer sehr gut funktioniert. Ich glaube daher nicht, dass es schlecht für uns laufen wird."
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Honda hingegen hatte Probleme in der Saisonvorbereitung. Das Auto ist nicht so schnell wie erhofft und man fuhr in den Tests oftmals nur im hinteren Mittelfeld umher. Speziell die Bereiche, die für Australien wichtig sind, hat man nicht hinbekommen. Wie schon erwähnt, ist der Abtrieb und die Bremsstabilität sehr wichtig und da gibt es bei Honda wohl große Probleme, was auch die Tests in Bahrain belegen. Das gibt auch Rubens Barrichello zu:
Normalerweise sprühen die Formel-1-Piloten vor dem Start in die Saison zumindest äußerlich vor Optimismus. Anders Rubens Barichello, der mit ehrlicher Offenheit prophezeit, dass er und Honda in Melbourne wohl noch nicht vorn mitfahren werden können. Gegenüber 'Autosport.com' berichtete der Brasilianer von Problemen in Sachen Bremsstabilität, die während der Wintertests aufgekommen seien.
"Wir wissen, was das Problem ist - aber wir wissen nicht genau, wie wir es lösen können", sagte Barichello. "Zuhause im Windkanal hat das Team einige Dinge ausprobiert, um daran zu arbeiten." Der RA107 sei nicht schlecht, wenn er ihn mit anderen Autos vergleiche, die er in der Vergangenheit gefahren ist: "Das Auto ist nicht schlecht - aber damit Rennen gewinnen? Da ist es noch ein langer Weg hin. Es ist noch lange nicht so perfekt wie die Ferraris waren."
Auch Jenson Button blickt nicht gerade optimistisch nach Melbourne. Auch wenn er hier etwas übertreibt, so bleibt doch festzuhalten, dass der Speed bei Honda fehlt.
"Ich kann nicht sehen, wie wir uns in den Top 10 qualifizieren sollten", gab Button zu Protokoll. "Wenn wir ein gutes Rennen haben - denn wir sind im Gegensatz zu einigen anderen Teams zuverlässig -, dann könnten wir das Rennen in den Top 10 beenden. Wir werden sicher nicht aufs Podium fahren und auch nicht gewinnen." Und weiter: "Es ist nicht schön, eine Saison so zu beginnen. Es tut weh, ein Auto zu haben, das nicht siegfähig ist."
Allerdings hat er sich mit dieser Situation in den vergangenen Wochen schon abgefunden - und in der Fabrik wurden alle Notfallmaßnahmen in die Wege geleitet, um das Ruder wenigstens möglichst bald herumreißen zu können. So soll beispielsweise schon für den zweiten Grand Prix am 8. April in Malaysia ein runderneuertes Auto zur Verfügung stehen, von dem sich vor allem Teamchef Nick Fry eine gewaltige Steigerung verspricht.
Button sieht Melbourne daher eher als praxisnahe Testfahrt: "Es ist ein wichtiges Rennen für uns, aber nicht des Resultats wegen", seufzte er. "Wir müssen uns die Bereiche anschauen, in denen wir nicht gut genug sind, an denen wir im Vergleich zu den anderen Teams noch arbeiten müssen. Melbourne ist insofern eine große Testsession für uns, in der wir lernen müssen, warum wir so weit hinten sind."
Insgesamt schein der Honda doch deutlich schwächer zu sein als es der Renault im moment ist. Ich bin überzeugt, dass sich Fisichella unter normalen Umständen für die Top 10 qualifizieren wird. Angekommen in den Top 10 hat man mehrere Möglichkeiten, seine schnellste Runde zu fahren. Das sollte Fisichella liegen, denn er ist ein Pilot, der oftmals in der 2. schnellen Runde schneller als in der 1. ist.
Renault scheint deutlich schneller zu sein und somit spiele ich es mit hohem Einsatz. 9/10
Michi