FERRARi&BMW
FERRARi&BMW
Die drei WM-Favoriten Michael Schumacher, Juan Pablo Montoya und Kimi Räikkönen
mit dem Punktestand 82:79:75 in die Vereinigten Staaten um dort auf dem legendären
Indianapolis Unter bestimmten Umständen kann Schumacher hier schon den 6-ten Titel
fixieren, doch davon ist nie die rede.
BMW-Williams (141 WM-Punkte):
Und jene unbegrenzten Möglichkeiten möchte in Indianapolis natürlich auch das BMW-Williams
Team ausnutzen, um einerseits die Führung in der Konstrukteurs-WM auch bis zum letzten
Rennen in Suzuka zu behalten, was laut Mario Theisen aufgrund der zu erwartenden
Stärke der Scuderia Ferrari beim Bridgestone-Heimspiel in Japan ohnehin das große
Ziel war, und andererseits Juan Pablo Montoya möglicherweise schon in den USA
zum WM-Leader zu machen.
Den Titel kann der Kolumbianer an alter Wirkungsstätte, wo er einst sogar das legendäre Indy 500 gewann,
Verhindern könnte diesen vorzeitigen Titelgewinn des bislang fünffachen Titelträgers dabei auch sein Bruder Ralf Schumacher,
der nach seiner Pause in Monza sowie bei den anschließenden Tests in Silverstone,
in Indy wieder ins Cockpit zurückkehren möchte und es sich zum Ziel gesetzt hat in
dieser Saison noch mindestens ein Rennen zu gewinnen!
Juan Pablo Montoya:
Der ‘Brickyard’ weckt sehr gute Erinnerungen in mir. In erster Linie natürlich an den Sieg bei den Indy 500 im Jahr 2000,
aber auch an meine Zeit in der CART-Serie, weil mein Team in Indianapolis ansässig war.
Die Atmosphäre mit der Musik und den gewaltigen Tribünen, voll mit Fahnen schwenkenden Menschen ist einfach großartig.
Ich bin sicher, es werden wieder viele Kolumbianer anreisen, um mich anzufeuern.
Indy ist eine Art Heimrennen für mich. Ich denke, ich kann und muss meinen Anhängern eine gute Vorstellung bieten.
Unser Auto kann auf dem Speedway definitiv eine gute Figur machen.
Wir haben den starken BMW Motor für die lange Gerade.
Wir haben jetzt vor allem zwei Ziele im Auge: Unser Team sollte sich die Konstrukteurs-WM sichern,
und ich muss zu Michael in der Fahrerwertung aufschließen und ihn, wenn irgend möglich, in den Punkten überholen.
Der US Grand Prix sollte ein gutes Rennen für mich werden.
Wir müssen dort das Beste aus unseren Möglichkeiten machen,
denn ich weiß, dass der GP Japan Michaels Fahrstil eher entgegen kommt.
Ich werde ein paar Tage früher in die USA fliegen.
Zum einen, um mich zu akklimatisieren, zum anderen, um Marketing-Termine wahrzunehmen.
Ralf Schumacher,
Nachdem ich das Rennen in Monza wegen der Folgen des Testunfalls auslassen musste, gehe ich davon aus,
dass ich zum Grand Prix der USA wieder hundertprozentig fit bin.
Ich tue jedenfalls alles dafür, um in Indianapolis dabei zu sein. Ich bin zwar kein ausgesprochener USA-Fan,
aber Indy als Hochburg des amerikanischen Rennsports: Das ist schon etwas Besonderes!
Ich mag den Kurs, weil er viel Rhythmus hat - er ist sehr schnell, und man kann überholen.
Dafür sorgt die lange Gerade, und speziell die erste Kurve eingangs der Steilwand ist eine gute Stelle zum Angreifen.
Technisch ist die Strecke verdammt anspruchsvoll: Auf besagter Geraden, auf der man über 20 Sekunden lang Vollgas gibt,
ist nichts als Power gefragt. Die haben wir, dank BMW.
Im extra für die Formel 1 gebauten Infield dagegen braucht man vor allem Abtrieb in den vielen Kurven.
Von daher muss man beim Set-up einen schwierigen Kompromiss finden, um diese Gegensätze in den Griff zu kriegen.
Das Erlebnis aus dem Vorjahr habe ich verdaut, auch wenn ich nicht unbedingt die besten Erinnerungen daran habe:
Da ist passiert, was einem eigentlich nie passieren sollte – eine Kollision zwischen Teamkollegen!
Ich denke, in diesem Jahr werden alle mit großer Umsicht zu Werke gehen.
Scuderia Ferrari (137 WM-Punkte)
Ein Sieg und ein zweiter Rang würden dem älteren der beiden Schumacher Brüder in den letzten beiden Saisonrennen auch reichen
, um seinen sechsten WM-Titel zu holen und damit am Argentinier Juan Manuel Fangio in der ewigen Tabelle vorbeizuziehen.
Damit dieses Ziel auch erreicht werden kann, testete die italienische Truppe des Deutschen in der vergangenen Woche
gleich auf drei verschiedenen Strecken.
Neben den beiden Testern Felipe Massa und Luca Badoer kam dabei auch der Champion selbst im spanischen Jerez zum Einsatz,
während der Brasilianer Rubens Barrichello sich und seinen Rücken für den Saisonendspurt schonte.
Denn in diesem geht es für die Roten auch noch um die Titelverteidigung in der Teammeisterschaft,
in welcher zuletzt die Weiß-Blauen aus München und Grove das Szepter übernommen hatten.
Michael Schumacher
Die Strecke selbst halte ich zwar nicht für die herausforderndste des WM-Kalenders,
aber dafür ist die Atmosphäre im Speedway besonders toll.
Rubens Barrichello, Scuderia Ferrari
Nun müssen wir uns auf die letzten beiden Rennen konzentrieren und alles geben.
Ich habe mich dazu entschieden einen Zwischenstopp in London zu machen und ein paar vorzeitige
Weihnachtsgeschenke einzukaufen. Die Wahrheit ist, dass mein Rücken, den ich mir in Ungarn verletzt habe,
in Monza sehr viel besser war. Aber zusammen mit dem Team haben wir die Entscheidung getroffen,
dass es besser ist kein Risiko einzugehen und den Test auszulassen.