EU bestätigt Glücksspielmonopole

Hab ja immer gesagt, wir leben hier in nem Verbrecherstaat. [[kotz]] [[kotz]]

Der große Witz ist ja u.a. auch folgendes:

Um die Spielsucht zu bekämpfen, wird man mehrere Lottoannahmestellen schließen, wodurch zisch tausend Arbeitsplätze verloren gehen werden, was dem Staat aber am Ar... vorbei geht. Außerdem möchte man die Ziehung der Lottozahlen nicht mehr im Fernsehen zeigen.

Alles klar, man schaut erst mal nach, was alle getippt haben und veröffentlicht dann die Zahlen. Was für Mafiasäcke [[rofl]] [[rofl]] [[rofl]]

Es werden viel weniger Leute Lotto spielen, denn wie sollen ältere Menschen noch Lotto spielen, wenn auf dem Land die Annahmestellen wegfallen ?
Dadurch gibt es weniger Einnahmen für den Staat und vorallem der Sport wird in Deutschland durch diese Kommunistenschweine zerstört, denn wenn weniger Leute Lotto spielen, gibts weniger Einnahmen und weniger Ausgaben für Sport und Kultur. [[droh]]

Viele Ligen wie u.a. die DEL, DHB oder die DBB werden in Zukunft nur noch lächerliche Amateurklassen sein, weil diese Ligen eng mit bwin zusammen arbeiten und dadurch das Geld in Zukunft fehlen wird. Mehrere Vereine, darunter auch Profivereine werden in große Zahlungsschwierigkeiten kommen und vermutlich sogar Pleite gehen.

Wenn einer wie der Wulff schon behauptet, dass jeder der Lotto spielt ein potenzieller Kandidat ist, ein Krimineller zu werden, dann schlägt das einem den Boden unter den Füßen weg. [[stupid]]

Aber ok, wir gehen ja diese Idioten auch noch wählen. [[kotz]]
 
Um die Spielsucht zu bekämpfen, wird man mehrere Lottoannahmestellen schließen, wodurch zisch tausend Arbeitsplätze verloren gehen werden, was dem Staat aber am Ar... vorbei geht. Außerdem möchte man die Ziehung der Lottozahlen nicht mehr im Fernsehen zeigen.


Ist doch alles Quatsch!
Dahinter steckt, dass der Staat sich die Lottoeinnahmen sichern und unliebsame Konkurrenz ausschalten will. Die halten uns alle wohl für blöd!
In Wirklichkeit interessiert es doch keinen wieviel Geld jemand verzockt, sollange der Staat von den Einnahmen profitiert!

Verlogenes Pack! [[kotz]] [[kotz]] [[kotz]]
 
Köpper schrieb:
Ist doch alles Quatsch!
Dahinter steckt, dass der Staat sich die Lottoeinnahmen sichern und unliebsame Konkurrenz ausschalten will. Die halten uns alle wohl für blöd!
In Wirklichkeit interessiert es doch keinen wieviel Geld jemand verzockt, sollange der Staat von den Einnahmen profitiert!

Verlogenes Pack! [[kotz]] [[kotz]] [[kotz]]

Absolut, so ist es.
Natürlich halten die uns auch für blöd. Nur die wirklich Blöden sind die Politiker selbst, denn weniger Annahmestellen, weniger Werbung, keine Ziehung mehr im TV = weniger Einnahmen. Aber alles kein Problem. Dann werden eben andere Steuererhöhungen folgen, damit es wieder ausgeglichen wird. Der Anfang scheint ja die KV zu sein, wo die Beiträge auf bis zu 16% steigen sollen. Irgendwas werden sie sich noch einfallen lassen. [[sleep]]
 
Daniel schrieb:
Irgendwas werden sie sich noch einfallen lassen. [[sleep]]

Gleich nochwas gefunden. [[stupid]] [[stupid]]

Jeder der bislang keine Rundfunkgebühren zahlte, aber einen internetfähigen PC hat, muss aber Januar 2007 5,52€ monatliche Gebühr bezahlen. Heißt im Klartext, dass alle Selbstständigen, die im Büro kein angemeldetes Radio oder TV-Gerät haben, diese Gebühr zahlen müssen. Ob man auch wirklich Webradio hört oder TV übern PC schaut, spielt keine Rolle.

Es wird immer peinlicher. [[rofl]] [[rofl]] [[rofl]]
 
Daniel schrieb:
Um die Spielsucht zu bekämpfen, wird man mehrere Lottoannahmestellen schließen, wodurch zisch tausend Arbeitsplätze verloren gehen werden, was dem Staat aber am Ar... vorbei geht. Außerdem möchte man die Ziehung der Lottozahlen nicht mehr im Fernsehen zeigen.

schön, wahrscheinlich müssen die bald hartz-4 beantragen und dann werden sie von den politikern eh als kriminelle abgestempelt, die nur faul rumsitzen und nix tun. wenn unsere politiker sich auch mal so engagiert im kampf gegen die arbeitslosigkeit einsetzen würden. stattdessen wissen sie, man so eben 30 milliarden in den sand setzt (schwarzbuch). die unfähigkeit des staates geht mir auch mittlerweile am a.... vorbei.
 
elber schrieb:
Daniel schrieb:
Um die Spielsucht zu bekämpfen, wird man mehrere Lottoannahmestellen schließen, wodurch zisch tausend Arbeitsplätze verloren gehen werden, was dem Staat aber am Ar... vorbei geht. Außerdem möchte man die Ziehung der Lottozahlen nicht mehr im Fernsehen zeigen.

schön, wahrscheinlich müssen die bald hartz-4 beantragen und dann werden sie von den politikern eh als kriminelle abgestempelt, die nur faul rumsitzen und nix tun. wenn unsere politiker sich auch mal so engagiert im kampf gegen die arbeitslosigkeit einsetzen würden. stattdessen wissen sie, man so eben 30 milliarden in den sand setzt (schwarzbuch). die unfähigkeit des staates geht mir auch mittlerweile am a.... vorbei.

ach das mit den Arbeitslosen ist ja für die ja gar kein Problem. Gibts halt noch paar 1€-Jobs mehr und somit tauchen sie in der Statistik net mehr auf. [[rofl]] [[rofl]]
 
Daniel schrieb:
elber schrieb:
Daniel schrieb:
Um die Spielsucht zu bekämpfen, wird man mehrere Lottoannahmestellen schließen, wodurch zisch tausend Arbeitsplätze verloren gehen werden, was dem Staat aber am Ar... vorbei geht. Außerdem möchte man die Ziehung der Lottozahlen nicht mehr im Fernsehen zeigen.

schön, wahrscheinlich müssen die bald hartz-4 beantragen und dann werden sie von den politikern eh als kriminelle abgestempelt, die nur faul rumsitzen und nix tun. wenn unsere politiker sich auch mal so engagiert im kampf gegen die arbeitslosigkeit einsetzen würden. stattdessen wissen sie, man so eben 30 milliarden in den sand setzt (schwarzbuch). die unfähigkeit des staates geht mir auch mittlerweile am a.... vorbei.

ach das mit den Arbeitslosen ist ja für die ja gar kein Problem. Gibts halt noch paar 1€-Jobs mehr und somit tauchen sie in der Statistik net mehr auf. [[rofl]] [[rofl]]

Ja, diese 1€-Jobber müssen dann den Internetverkehr überwachen und illegale Zocker aufspüren. [[bang]] [[bang]]
 
Ein klein wenig Aufmunterung:

GLÜCKSSPIEL-MONOPOL
EU will deutschen Lotto-Staatsvertrag kippen

Es ist der Alptraum privater Anbieter und der Traum der Ministerpräsidenten: Die Millionengewinne aus den Glücksspielen sollen nur an die Bundesländer gehen. Doch diese Pläne verstoßen gegen EU-Recht - Binnenmarkt-Kommissar McCreevy will sich querstellen.

Hamburg/Bad Pyrmont - Der EU-Binnenmarkt-Kommissar Charlie McCreevy wird den von den deutschen Ministerpräsidenten geplanten Staatsvertrag zum Lotteriewesen nicht hinnehmen. Weil die Regelungen private Anbieter benachteiligen, widersprächen sie der Dienstleistungsfreiheit im Binnenmarkt und verstießen deshalb gegen EU-Recht, sagte der irische Politiker in einem SPIEGEL-Interview.

Niemand hindere Deutschland daran, strenge Regeln fürs Glücksspiel zu erlassen. "Es müssen nur Regeln sein, die für jeden gleichermaßen gelten, also für private und staatliche Anbieter", betonte McCreevy. Das Argument, staatseigene Lottogesellschaften seien weniger profitorientiert als die private Konkurrenz bestritt der EU-Kommissar. Außer gegen Deutschland habe die EU-Kommission bereits gegen acht weitere Mitgliedstaaten Vertragsverletzungsverfahren eingeleitet, erläuterte er. McCreevy: "Ich hoffe, dass wir nicht mit allen beteiligten Staaten bis zur letzten Instanz gehen müssen. Aber wenn die Länder nicht einsichtig sind, werden wir das tun."

Länder wollen um Monopol kämpfen

Die deutschen Bundesländer haben indes konkrete Pläne für den Glücksspiel-Staatsvertrag, der eigentlich bereits am 13. Dezember abschließend von den Regierungschefs beraten werden soll. Die Länder beharren weiter auf ihrem Glücksspielmonopol und wollen außerdem die Werbung für Glücksspiel weitgehend einschränken. "Wir setzen das Urteil des Bundesverfassungsgerichts eins zu eins um", sagte der niedersächsische Regierungschef Christian Wulff (CDU) gestern nach der Ministerpräsidentenkonferenz in Bad Pyrmont. Seinen Angaben zufolge sollen auch die Spielbanken in den Staatsvertrag einbezogen werden.

Zur Bekämpfung der Spielsucht ist laut Wulff ein "striktes Internetverbot" für Werbung und Vertrieb vorgesehen mit zwei Ausnahmen für Lotto/Toto und Internetspiel in Spielbanken. Diese Ausnahmen werden möglicherweise auf zwei Jahre befristet. Dies hängt vom Ergebnis der angelaufenen Anhörung ab. Fernsehwerbung für Wetten wird demnach "grundsätzlich verboten" mit Ausnahmen für die Ziehung der Lottozahlen und Sendungen wie die Glücksspirale, die Klassenlotterien und die "Aktion Mensch". Werbung über das Telefon ist gewerblichen Spielvermittlern künftig ebenfalls grundsätzlich untersagt.

Den Ländern geht es laut Wulff um die Kanalisierung des Glücksspiels und die Bekämpfung der Spielsucht. Die Aufrechterhaltung des Monopols sichert den Ländern aber auch Einnahmen in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro jährlich für Sport- und Kulturförderung. Hintergrund für die Neuregelung ist ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts. Die Verfassungsrichter hatten im März das staatliche Wettmonopol zwar für grundsätzlich zulässig erklärt, aber mit starken Einschränkungen versehen. Dem Urteil zufolge muss der Staat das Monopol "konsequent am Ziel der Bekämpfung von Wettsucht ausrichten".

"Inkonsequentes Stückwerk"

Der Verband der Lotterieeinnehmer und Spielvermittler sieht das deutsche Lotto nach der Entscheidung der Ministerpräsidenten nach eigenen Angaben "weiter in Gefahr." Ein Glücksspiel-Staatsvertrag mit den angekündigten Ausnahmeregelungen sei "inkonsequentes Stückwerk" und würde tausende kleine und mittelständische Unternehmen in Deutschland gefährden, erklärte der Präsident des Verbandes, Norman Faber. Er betonte zugleich, immerhin bestehe weiter die Chance, "das größte Unheil bei Lotto und Lotterien noch zu verhindern."

Die Anbieter von Internet-Wetten werden derweil nach Angaben des Branchenverbandes Bitkom ihren Umsatz in Deutschland dieses Jahr um 55 Prozent steigern. "Der noch junge Markt wächst auf 1,7 Milliarden Euro", erklärte Bitkom-Geschäftsführer Bernhard Rohleder gestern in Berlin. Das seien rund 600 Millionen Euro mehr als 2005. Grundlage der Angaben ist eine Studie des Marktforschungsinstituts Goldmedia. Die Experten rechnen abhängig von den politischen Entscheidungen zum Glücksspiel mit einem moderaten bis starken Plus in den kommenden Jahren.

Quelle: spiegel-online
 
swidrigailov schrieb:
Ein klein wenig Aufmunterung:

GLÜCKSSPIEL-MONOPOL
EU will deutschen Lotto-Staatsvertrag kippen

...

Niemand hindere Deutschland daran, strenge Regeln fürs Glücksspiel zu erlassen. "Es müssen nur Regeln sein, die für jeden gleichermaßen gelten, also für private und staatliche Anbieter", betonte McCreevy.

...

Da ich sowieso der Oberskeptiker im Forum bin:

Falls die EU-Kommission ernst macht, wird
- Oddset dichtgemacht
- Lotto zur gemeinnützigen Veranstaltung zugunsten Kultur und Sport erklärt
- Spielbanken dem Kurbetrieb zugeordnet
- das Wort "Glückspiel" aus dem deutschen Wortschatz gestrichen.

Wetten, das ...
 
Nun gib den Affen doch kein Zucker - sonst greifen's noch deine Ideen auf [[bussi]]
[[aetsch]]
Pechvogel schrieb:
Da ich sowieso der Oberskeptiker im Forum bin:

Falls die EU-Kommission ernst macht, wird
- Oddset dichtgemacht
- Lotto zur gemeinnützigen Veranstaltung zugunsten Kultur und Sport erklärt
- Spielbanken dem Kurbetrieb zugeordnet
- das Wort "Glückspiel" aus dem deutschen Wortschatz gestrichen.

Wetten, das ...
 
Kommission fordert Ende des staatlichen Monopols


Die Mehrheit der Bundesländer will das Monopol bei Sportwetten aufrecht erhalten. Um für diesen Schritt Argumente zu erhalten, hatten die Ministerpräsidenten eine Kommission gebildet. Doch die empfiehlt nun genau das Gegenteil, wie aus einem internen Papier hervorgeht, das WELT.de vorliegt.

München - Die wenigen Bundesländer, die weiterhin gegen das Staatsmonopol bei Lotterien kämpfen, haben ihr Spiel noch nicht aufgegeben. Vier Wochen vor einer Entscheidung der Ministerpräsidenten über den neuen Staatsvertrag kommt noch einmal Bewegung in die Diskussion. Die CDU-Landtagsfraktion von Schleswig-Holstein fordert, dass die Ergebnisse der von den Ministerpräsidenten eingesetzten „Kommission Sportwetten“ in den Staatsvertrag einfließen müssen. Denn das interne Gutachten, das WELT.de vorliegt, wurde bislang von den Bundesländern ignoriert.

„Die Ministerpräsidenten sollen die Empfehlungen ihrer eigenen Kommission nun auch umsetzen“, sagte CDU-Fraktionschef Johann Wadephul. „Warum hätte man sie sonst einsetzen sollen?“ ergänzte sein Fraktionssprecher Hans-Jörn Arp. Die Ministerpräsidenten hatten Anfang des Jahres eine Kommission eingesetzt, die Vorschläge für den Sportwettenmarkt erarbeiten sollte. An der Kommission waren Unions- und SPD-regierte Länder ebenso beteiligt wie der Deutsche Sportbund, der Deutsche Fußball Bund und die Deutsche Fußball Liga.

Die Kommission ist in ihrem Gutachten zu dem Schluss gekommen, dass die Passagen über den Sportwettenmarkt im Staatsvertrag geändert werden sollten. Sie halten eine kontrollierte Öffnung des Geschäfts für besser als das Festhalten am Staatsmonopol. So würde es zur „Erschließung von bislang den Sportveranstaltern nicht zugänglicher Wertschöpfung“ kommen, heißt es in dem Papier. Um auch die ordnungs- und sozialpolitischen Ziele zu erreichen, solle die Anzahl der Konzessionen beschränkt werden. Mit den Abgaben der privaten Wett-Anbieter würde die Förderung des Sports gewährleistet. Über den Bereich Lotto äußerte sich die Kommission indes nicht.

Die Ministerpräsidenten hatten dagegen im vergangenen Monat ein komplettes Verbot von privaten Anbietern beschlossen. Der neue Entwurf des Glücksspiel-Staatsvertrags soll am 13. Dezember abgesegnet werden. Unter den Monopolisten gibt es Überlegungen, den Staatsvertrag auch dann durchzuboxen, wenn bis zu drei Länder gegen den Entwurf stimmen. Die Kieler CDU hatte darüber hinaus zuletzt angeregt, zwei unterschiedliche Staatsverträge zu machen, die Lotto und Sportwetten voneinander trennten, berichtete das Wirtschaftsblatt „Euro am Sonntag“.

In der Privatwirtschaft gilt es als Skandal, dass man die Arbeit der Kommission einfach unter den Tisch fallen ließ. Offenbar kam das Gutachten nur einmal im Sportausschuss des Bundestags zur Sprache, hießt es. Danach war es offenbar kein Thema mehr. In Fachkreisen wird es seither das „Non-Paper“ genannt. „Es ist unglaublich, dass die Ministerpräsidenten die Empfehlung Ihrer eigenen Experten missachten“, sagte Magnus von Zitzewitz, Vorstand des Wett-Anbieters Bet 3000 AG.

Laut den Schleswig-Holsteinern steht ohnehin zu befürchten, dass der Entwurf europarechtlich nicht standhält. In Politikkreisen wird für Januar mit dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs zum Glücksspielmarkt gerechnet. Das könnte den Staatsvertrag im schlimmsten Fall komplett ins Wanken bringen.

Quelle: Welt.de 15.11.2006


Selber eine Kommission einsetzen und deren Rat dann komplett ignorieren![[sleep]]
Kasperl-Verein, hinterfo...iger!
 
Na bitte, der Widerstand formiert sich, und den DFB sollte Lotto nicht unterschätzen [[droh]] :




Streit um Staatsmonopol bei Sportwetten
Bundesliga wehrt sich gegen "Enteignung"

Die Fußballklubs und der DFB wollen notfalls per Verfassungsklage verhindern, dass die Länder private Toto-Anbieter verbieten

Von Klaus Ott

München - Die Absicht zahlreicher Bundesländer, der staatlichen Sportwette Oddset per Gesetz ein Monopol zu verschaffen, stößt auf heftige Gegenwehr des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und der Bundesliga. Etliche Profiklubs fürchten um lukrative Werbe- und Sponsorenverträge mit privaten Toto-Anbietern wie Bwin.

Die Bundesliga und der DFB wollen das geplante Monopol der staatlichen Sportwette Oddset unter allen Umständen verhindern. Durch dieses Vorhaben "werden die Sportveranstalter enteignet", kritisieren DFB-Präsident Theo Zwanziger und Ligapräsident Werner Hackmann in einem Brief an die niedersächsische Staatskanzlei von Ministerpräsident Christian Wulff, der der Süddeutschen Zeitung vorliegt. Hackmann sagte der SZ, man werde ein Staatsmonopol beim Bundesverfassungsgericht anfechten und darüber hinaus Schadensersatz verlangen.

Zwanziger und Hackmann schreiben, man habe kein Verständnis für den Gesetzentwurf, der ein Oddset-Monopol vorsieht und in der kommenden Woche von den Ministerpräsidenten der Länder verabschiedet und in die Landesparlamente eingebracht werden soll. Niedersachsen hat derzeit den Vorsitz bei der Konferenz der Ministerpräsidenten. Mit diesem Gesetzentwurf werde in einer Zeit, in der Regierungschefs und andere Politiker häufig von "Entbürokratisierung" redeten und Monopole kritisierten, genau das Gegenteil praktiziert, wenden die beiden Funktionäre ein. Die Länder ließen außer Acht, dass ohne den Sport und vor allem die Fußball-Profiligen Sportwetten überhaupt nicht möglich seien. Oddset wird von den Lottogesellschaften der Länder veranstaltet.

Zahlreiche Profiklubs werden von privaten Toto-Anbietern gesponsert, etwa Werder Bremen und 1860 München durch die in Österreich und Gibraltar ansässige Aktiengesellschaft Bwin. Die europaweit tätige Bwin AG müsste ihren Geschäftsbetrieb in Deutschland einstellen, falls die 16 Länder per Gesetz ein Monopol ihrer staatlichen Sportwette Oddset vorschreiben. Bwin und andere private Wettanbieter wie Sportwetten Gera haben zuletzt bis zu 50 Millionen Euro pro Saison für das Sponsoring von Profiklubs ausgegeben; vor allem beim Fußball, aber auch bei Handball, Basketball und Eishockey. Einen Drei-Jahres-Vertrag für die Trikotwerbung bei Werder Bremen lässt sich Bwin fast 20 Millionen Euro kosten. Wegen bereits verfügter Werbeverbote in einigen Bundesländern "sind wir aber gezwungen, uns stark zurückzunehmen", sagt Vorstandschef Norbert Teufelberger. Sponsor-Verträge mit Borussia Dortmund und dem VfL Bochum wurden gekündigt, der Marketing-etat von Bwin für Deutschland wird drastisch reduziert.

Der DFB und der Ligaverband, in dem die 36 Profiklubs zusammengeschlossen sind, betrachten das als "Enteignung". DFB-Chef Zwanziger und Ligapräsident Hackmann kritisieren in ihrem Brief an die niedersächsische Staatskanzlei, dass der Gesetzentwurf der Länder keine Entschädigung für die Vereine und Verbände vorsähe, denen bei einem Verbot privater Sportwetten Sponsor- und Werbeerlöse verlorengingen. "Sollte dieser Entwurf so Wirklichkeit werden, dann werden wir auch rechtlich dagegen vorgehen", sagte Hackmann am Montag. Für die Bwin AG kündigte Vorstandschef Teufelberger ebenfalls an, "alle rechtlichen Möglichkeiten auszuschöpfen, um im Markt zu bleiben".


Furcht vor Wildwuchs

DFB-Chef Zwanziger und Ligapräsident Hackmann schlagen in ihrem Brief vor, ausgewählte private Wettanbieter dauerhaft zuzulassen. Nur solch ein Konzessionsmodell werde beim Bundesverfassungsgericht und in der Europäischen Union (EU) Bestand haben. Das von der Mehrzahl der Länder geplante Monopol führe dagegen ins Chaos. Die beiden Funktionäre warnen vor einen "ungezügelten Wettbewerb" und vor einem "Wildwuchs", falls das Monopol nachträglich falle und der Sportwettenmarkt dann außer Kontrolle gerate. Damit sei niemandem gedient.

Das Argument von Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber und anderen Regierungschefs, man müsse nach einem Grundsatzurteil des Bundesverfassungsgerichtes die Bürger vor der Gefahr der Spielsucht schützen und private Wettanbieter deshalb verbieten, lassen Zwanziger und Hackmann nicht gelten. "Weder bei der Suchtgefährdung infolge Alkohol noch durch Nikotin geht der Gesetzgeber adäquat vor." Dort herrschten Freiräume. Eine wirksame Suchtbekämpfung verlange übrigens eine deutliche Reduzierung der Oddset-Verkaufsstellen. Das sehe der Gesetzentwurf nicht vor. Einzelne Länder wie Schleswig-Holstein lehnen ein Oddset-Monopol ab.


(SZ vom 5.12.2006)


"Heftige Gegenwehr" klang selten besser finde ich

Mc
 
Verbänden getrotzt
Wettmonopol bleibt
Die Ministerpräsidenten-Konferenz (MPK) der Bundesländer hat in Berlin mit 15:1 Stimmen dem neuen Staatsvertrag mit Beibehaltung des staatlichen Sportwetten-Monopols für vier weitere Jahre ab Anfang 2008 zugestimmt. Nur Schleswig-Holstein stimmte dagegen.

In den 15 Ländern könne nun der Vertrag bis Ende 2007 durch die ratifiziert werden, sagte ein Sprecher der niedersächsischen Regierung, die den MPK-Vorsitz hat. Schleswig-Holstein könne sich jederzeit anschließen. "Es ist uns gelungen, den Vertrag auf den Weg zu bringen", bestätigte der SPD-Vorsitzende Kurt Beck, der Ministerpräsident in Rheinland-Pfalz ist. Für Schleswig-Holstein erklärte Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU): "Wir halten viele rechtliche Fragen für ungelöst".


Das Bundesverfassungsgericht hatte im März einer Beibehaltung des Wettmonopols nur unter Auflagen zugestimmt. So müsse vor allem die Werbung für Glücksspiele untersagt werden. Dies sieht der neue Staatsvertrag vor. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) befürchtet deshalb sinkende Einnahmen für den Breitensport und verlangt eine Bestandsgarantie der jährlichen Zuschüsse von über einer halben Milliarde Euro.

Deutscher Fußball-Bund (DFB) und Deutsche Fußball-Liga (DFL) hatten eine Teil-Liberalisierung gefordert und ansonsten den Gang vor das Verfassungsgericht angekündigt. Sie wollen jedoch zuvor noch ein Gutachten einholen.

Quelle: http://www.n-tv.de/743779.html



Viel Spaß beim wetten mit Oddset! [[aetsch]] [[zwinker]]