Also bisher hast du ja von "Hobbywetterei" gesprochen und nicht von irgendwelchen Investmentgesellschaften oder Fonds [[nixweiss]].
Zu Prognosen im Allgemeinen...
1.) Bei Unternehmen ist das wesentlich einfacher. Die haben feste Sachwerte und Kennzahlen ueber ihre Kunden, Zulieferer, ihren Absatz, etc.pp.
Die sind eigentlich ziemlich stabil und somit gut vorhersehbar. Trotzdem natuerlich anfaellig fuer Ausnahmeentwicklungen.
2.) Aktien von Unternehmen basieren ja auf dem, was ich in 1.) geschrieben habe. Sie fußen also auf relativ stabilen Prognosen. Allerdings spielt hier die Erwartung der Aktionaere und Koabhaengigkeiten zu anderen Maerkten (Waehrung, International, Politik, Anlagegesetze!, etc) rein. Damit wird das ganze nochmal etwas komplexer und weniger vorhersagbar. Dividenden sind relativ stabil, aber schau dir zB. mal alternative Dividendenzahlugnen an (zB. Entwicklung bei Aktienrueckkaufprogramme). Sowas ist nur tendenziell zu prognostizieren. Erinnerung hier auch an den Bullwhip- oder Schmetterlingseffekt, wonach ein kleiner Auslöser am Beginn dieser Kette enormes Aenderungspotenzial bis zum Ende heraufbeschwoeren kann.
3.) Fonds und Investmentgesellschaften... sind natuerlich unterschiedlich, je nach Anlagevariante gibt´s sehr breit gefaechert Vorschriften. Die "stabilsten" muessen ihre Kundengelder extern absichern, sodass immer ein solider Grundwert besteht.
Renten etc. sind verpflichtet in minimalriskante Papiere zu investieren (Bundesanleihen, etc) und duerfen nur zu einem verschwindend geringen Teil in riskantere Geschaefte einsteigen. Damit sind sie auch relativ gut berechenbar, aber denke mal an die ganzen Diskussionen, die bereits hier (in Deutschland in den letzten Jahren) zu finden sind bezueglich der Prognosen (zB. fuer die Rente und allg. Zinsentwicklung!).
Die ganz "Harten" in den gesetzlich flexibleren Steueroasen und Inseln snd relativ frei, aber auch extrem volatil. Schau dir mal an, wie die das mit Prognosen handhaben...
Bei Wetten, und ich habe mal Umsatz- und Gewinnzahlen mehrerer Jahre in verschiedenen LIgen von einem Buchmacher gesehen, kann schon der Buchmacher selbst in keinster Weise sagen wie sich das Jahr entwickelt (denke mal an Dortmund letztes Jahr. Große Fanbasis, große Hoffnung und dann das. Da haben die Buchmacher ordentlich abkassiert !). Zudem sind Kalender- und Spieljahr (also Saison) ja auch nicht kontinuierlich und deckungsgleich.
Ich denke, als Spieler hat man da noch weniger Moeglichkeiten.
Vielleicht ginge das etwas solider, wenn man marketmaker machen wuerde. Dann haette man aufgrund der Markt- und eigenen Kennzahlen vielleicht einigermaßen verlaessliche Daten. Aber selbst da... denk mal dran was sich in den letzten Jahren an einschneidenden Maßnahmen ergeben hat. Neue Provisionen, neue Maerkte, Verbote, Steuern ...das wirkt sich auf dich aus, deine Konkurenz, die "normalen" Kunden....
Ps.: Noch ein großer Unterschied zw. Aktien und Wetten... Wetten sind entweder Gewinn oder Totalverlust. Das wird natuerlich durch moneymanagement reguliert, sodaß man nicht morgen blank datseht. Aber Aktienentwicklungen kann man teilweise aussitzen. Das geht bei Wetten nicht. Außerdem hat man bei "normalen" Anlagemeoglichkeiten (Immobilien, Aktien, Derivate, ...) fast immer noch Grundwerte auf denen der Wert und kuenftige Prognosen basieren. Auch das gibt es bei Wetten nicht. Deshalb findet sich (bei "normalen Anlagen" wie Aktien, etc) fast immer irgendwo ein solider Unterstuetzungswert, an dem ein vorheriger Kursrutsch stehen bleibt. Das hat verschiedene Ursachen, wirkt aber so, dass es keinen freien Fall bis zum Aufschlag gibt. Auch das macht Vorhersagen stabiler, weil man verschiedene Szenarien erstellen kann.
Mal beim Autokauf als Beispiel: Es gibt halt Kunden die stehen auf Opel und kaufen alle 2 Jahre einen Neuen, es gibt Gelegenheitskaeufer und es gibt speziell Suchenden (nach Leistungsdaten etc). Opel kann also prognostizieren fuer den Fall, dass alle drei Gruppen sich so verhalten wie frueher. Oder, wenn der Wagen bei Tests schlecht abschneidet, die Opelfans noch kaufen und vielleicht ein Teil der Gelegenheitskaeufer... oder ganz boese und der Wagen sieht ******* aus: Nur die 2 Jahrestypen mit den Vertraegen (oder auch Autohaeuser).
Auch das hast du beim Wetten kaum. Aber da muesste man eh differenzieren zw. Boerse (betafir), Umsatz (asiaten und Pin) oder normalen Buchmachern (bei denen man als Investmentwetter ohnehin nicht waere).
Edit: Ich denke, das ist auch ein bisschen wie bei der Sache mit dem ausgeglichenen Buch.Klar versuchen Buchmacher aus Risikogruenden die EInsaetze gleichverteilt zu haben. Aber die Kunden agieren nicht professionell genug um notfalls auf underdogs zu gehen, bzw. eine Geiwnn-Risiko-Rechnung zu machen. Die suchen sich Favoriten raus und fertig. Das ist im Grunde eine Marktineffizienz.
Kannst ja mal im Wettbuero ne Umfrage machen:
1.) Bayern Muenchen - Mainz, auf wen setzt du ?
2.) Wie hoch ist die Chance deiner Ansicht nach auf alle drei Ausgaenge?
3.) Wie sind die Quoten in Prozent umgerechnet ?
edit2:
Um auf die Ausgangsfrage zurueckzukommen: Welche Relevanz hate s fuer dich, solche ROI zu errechnen oder anzugeben ? Und warum ?
Wenn du von Investoren Geld moechtest und du deshalb eine Prognose vorlegen sollst, kannst du ja eigentlich nur auf deine Bilanzen der vergangenen Jahre verweisen und ev. Aenderungsen darin begruenden. Oder wenn du erst and en Start gehst und noch keine Praxis hast, musst du dein Modell erklaeren und die Testreihen dazu.