Die (Neben-)Kosten des Wettens

ComissionTwo

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Mai 1, 2004
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Düren
Hallo,

gibt es eigentlich noch einen finanziellen Grund, nicht an der Wettbörse zu wetten ?
Bei den Quotenübersichten gehen die ersten Plätze üblicherweise an die Wettbörsen, die mittleren Plätze an die Buchmacher, und die letzten Plätze an die staatlichen Wettannahmen.

Doch wie teuer ist es, dort jeweils eine Wette abzugeben ?

Dazu habe ich aufgelistet, was der typische Wetter für die Wettabgabe benötigt:

1) Wettbörse: Computer + DSL-Anschluß + Volumen-Rate
2) Buchmacher: Computer + Analog/ISDN-Anschluß + Zeit-Rate
3) Staatliche Wettannahme: Annahmestelle + Bearbeitungsgebühr

Dazu habe ich die Preise für die "Wettausrüstung" abgeschätzt:

- Computer: 1080 EUR / 3 Jahre
- DSL-Anschluß: 20 EUR / Monat
- DSL-Volume-Rate: 10 EUR / Monat
-- Analog/ISDN-Zeit-Rate: 5 EUR / Monat
--- Annahmestelle-Bearbeitungsgebühr: 5 EUR / Monat

Das ergibt folgende monatliche Kosten:

1) Wettbörse: 60 EUR
2) Buchmacher: 35 EUR
3) Staatliche Wettannahme: 5 EUR

Die höheren Kosten von Wettbörse und Buchmacher müssen durch bessere Quoten hereingeholt werden.

Wieviel muß der Wetter einsetzen, um diese Nebenkosten hereinzuholen ?

Wettbörse <--> Buchmacher
Auszahlungsquote Wettbörse: 97 %
Auszahlungsquote Buchmacher: 91 %
---> Differenz = (97-91) / 91 = 6/91 = + 6,6 %
Der Gewinn ist an der Wettbörse im Mittel um 6,6 % höher als beim Buchmacher.

Buchmacher <--> Staatliche Wettannahme
Auszahlungsquote Buchmacher: 91 %
Auszahlungsquote Staatliche Wettannahme: 82 %

Produkt(2-fach): (91%) ^ 2 = 83% Produkt(2-fach): (82%) ^ 2 = 67%
Produkt(3-fach): (91%) ^ 3 = 76% Produkt(3-fach): (82%) ^ 3 = 55%

Differenz(2-fach) = (83-67) / 67 = 16/67 = + 23,9 %
Differenz(3-fach) = (76-55) / 55 = 21/55 = + 38,2 %
-----------------------------------------------------------
---> Mittlere Differenz: (+ 23,9 % + 38,2 %) / 2 = 31,0 %
Der Gewinn ist beim Buchmacher im Mittel um 31 % höher als bei der staatlichen Wettannahme.

Um also die 25 EUR Differenz zwischen Wettbörse und Buchmacher abzudecken, muß man etwa 25 EUR/0,066 = 379 EUR an der Wettbörse im Monat eingesetzt haben.
Und um die 30 EUR Differenz zwischen Buchmacher und staatlicher Wettannahme abzudecken, muß man etwa 30 EUR/0,31 = 97 EUR beim Buchmacher im Monat eingesetzt haben.
Durch die jeweils bessere Quote hat man dann den Mehraufwand für Computer und Internetverbindung komplett abgedeckt.

Fazit:

Die staatlichen Wettannahmen sind für Gelegenheitswetter mit höchstens 100 EUR Monatseinsatz geeignet.

Die Buchmacher bleiben für Kleinwetter bis 400 EUR Monatseinsatz interessant.

Für regelmäßige Wetter und Wetter mit höheren Einsätzen ist die Wettbörse die beste Adresse.


Diese Werte gelten natürlich nur, wenn man die Kosten für Computer und Internet vollständig auf das Wetten umlegt.
Die Werte können sich durch anderweitige Nutzung und Verwendung billigerer Komponenten noch deutlich reduzieren.
Der Vorteil der Wettbörse wird dann noch größer.


Mit freundlichen Grüßen
ComissionTwo
 
Unterschlagene Kosten Annahmestelle:

Abnutzung der Schuhsohlen, Kosten der Lebensversicherung (man könnte ja auf dem Weg untern Laster kommen...), Zeit die mir entgeht, weil die Oma ausm Dritten mich im Hausflur zutextet und in der ich ansonsten Jutebeutel für den nächsten Öko-Markt nähen könnte...etc...
 
abgesehen von der tatsache, dass qualitativ hochwertige postings nicht gleich mit der ersten antwort ins lächerliche gezogen werden müssen..

(von den stromkosten, die in diesem zusammenhang wohl als vernachlässigbar angesehen können, wobei - ca. € 20.-/Monat hat bei einen Umsatz von e.g. € 100.- auch relevanz) wäre doch ein punkt anzumerken, der in obiger aufstellung fehlt - nämlich die
--> transaktionskosten. einzahlungsgebühren, auszahlungsgebühren, überweisungskosten, ev. scheck-einlöse-gebühren und was die banken sonst noch für unappetitilichkeiten für den unbedarften kunden im köcher halten. getreu der alten (börsen)weisheit: hin und her.. macht taschen leer.
 
Die Meisten haben doch sowieso einen (halbwegs leistungsstarken) PC samt Flatrate. Deshalb bringt diese Kostenaufstellung mMn rein gar nichts (bzw. nur für nicht PC-Besitzer was), weil diese Kosten sowieso anfallen würden. Es ist immer am Besten zu den höchsten Quoten - und das ist nunmal bei den Wettbörsen - zu wetten.
 
Kosten

Kosten

Die Aufstellung ist nicht schlecht.
Aber hätten wir keinen PC wenn wir nicht wetten würden?
Bei mir ein klares NEIN, denn die Tocher braucht den PC auch fürs Studium. Ich finde allerdings wer halbwegs was wettet bei dem gehen die Kosten für den PC ja völlig unter.
Wetten beim Staatlichen Buchmacher ist für einen Gambler das Allerletzte,
das muss wirklich eine einmalige Ausnahme sein.
Die Wettbörse hat natürlich den Vorteil "kein Limit" wenn man legt, die Quoten sind ein bissl besser.

Gruß
Robär
 
Ganz nett, dass sich jemand sollche mühe macht solch eine Auflistung aufzustellen. Respekt mal hierfür.

Jedoch wie oben schon kurz angeschnitten, spricht ein wichtiger Faktor doch für die Internet büros und Börsen ...Zeit ! Anziehen, zum Auto gehen, in die Annahmestelle fahren, dort evtl. anstehen, und das ganze wieder zurück + Risiko + Sprit + etc. wem seine Zeit ein bisschen kostbar ist wählt automatisch eins von erstbeiden genannten Varianten und nicht zu vergessen, am Rechner hat man eindeutig einen weiteren Vorteil ...besseren Informationszugang, wie zum Bsp. dieses Forum.

Mfg
Xjunkie