Ein langer Weg:
Als Gastgeber waren Österreich und die Schweiz für die Endrunde der EURO 2008 automatisch gesetzt. Somit blieben für die übrigen Anwärter noch 14 freie Plätze übrig. Das Qualifikations-System war freilich einfach:
Es wurde sieben Gruppen (A, B, C, D, E, F, G) zu je sieben Mannschaften gebildet, von denen sich jeweils die beiden Gruppenbesten für die Endrunde qualifizieren konnten.
Die Endrunden-Teilnehmer:
Portugal / Polen (beide Gruppe A), Italien / Frankreich (beide Gruppe B), Griechenland / Türkei (beide Gruppe C), Tschechien / Deutschland (beide Gruppe D), Kroatien / Russland (beide Gruppe E), Spanien / Schweden (beide Gruppe F), Rumänien / Niederlande (beide Gruppe G). Die beiden Gastgeber (Österreich / Schweiz) waren gesetzt!
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Anm.: Die erstgenannte Mannschaft war jeweils Gruppensieger.
Auslosung der Endrunde:
Am 02. Dezember 2007 wurde dann von 12.00 - 12.45 Uhr im Kultur- und Kongresszentrum Luzern (Schweiz) die Auslosung der EM-Enrunde vorgenommen.
Gruppe B:
Österreich
Kroatien
Deutschland
Polen
GS: Deutschland vs. Polen, 08.06.2008, 20.45 Uhr (kick-off)
Competition: Europameisterschaft (Endrunde)
Eröffnungsspiel: 07. Juni 2008, 18.00 Uhr (Basel)
Endspiel: 29. Juni 2008, 20.45 Uhr (Wien)
Austragungsort: Österreich / Schweiz
Satdion: Wörthersee Stadion (Klagenfurt)
Team - Deutschland
Tor: Lehmann (VFB Stuttgart), Enke (Hannover 96), Adler (Bayer 04 Leverkusen)
Abwehr: Jansen (FC Bayern München), Friedrich (Hertha BSC), C. Fritz (SV Werder Bremen), Westermann (FC Schalke 04), Lahm (FC Bayern München), Mertesacker (SV Werder Bremen), Metzelder (Real Madrid)
Mittelfeld: Ballack (FC Chelsea London), Frings (SV Werder Bremen), Rolfes (Bayer 04 Leverkusen), Schweinsteiger (FC Bayern München), Trochowski (Hamburger SV), Borowski (FC Bayern München), Hitzlsperger (VFB Stuttgart), Odonkor (Betis Sevilla)
Sturm: Klose (FC Bayern München), Podolski (FC Bayern München), Gomez (VFB Stuttgart), Kuranyi (FC Schalke 04), Neuville (Borussia Mönchengladbach)
Was fällt auf?
Vom deutschen Rekordmeister, dem FC Bayern München, sind sechs Spieler mit an Bord, von denen aller Voraussicht nach auch fünf (ausgenommen Borowski) von Anfang an auflaufen werden. Darüberhinaus stehen mit Ballack (FC Chelsea) und Metzelder (Real Madrid) England- bzw. Spanien-Legionäre im Kader, die bei den weltbesten Clubs unter Vertrag stehen. Besonders Ballack hat auf der Insel sein Weltklasseniveau mehrfach unter Beweis gestellt und sich folglich endgültig unter den Top 5 der Welt etabliert.
Wer hat internationales Niveau?
Lahm, Mertesacker, Metzelder und mit Abstrichen Jansen, der mitunter noch einige Probleme beim Umschalten von Offensive auf Defensive hat, haben im Grunde allesamt dieses Prädikat verdient. Zwar sind sowohl Lahm als auch Metzelder nach der WM 2006 in ein kleines "Loch" gefallen, doch das ist nach einer solch hohen spielerischen Belastung durchaus verständlich. Metzelder war lange Zeit verletzt, doch hat in der Vergangenheit immer gezeigt, dass auf ihn absolut Verlass ist! Mit Kapitän Ballack hat die Elf von Bundestrainer "Jogi" Löw einen der weltbesten Spieler in den eigenen Reihen! Neben seinen Führungsqualitäten verfügt der beidfüßige Ballack nicht nur über eine versierte Technik, sondern auch über ein exzellentes Zweikampfverhalten sowie Kopfballspiel. Sollte er frei zum Abschluss kommen, ist immer ein Treffer drin. Frings galt lange als einer der besten 6-er weltweit. Ob er sich von seiner Verletzungspause in der Bundesliga erholt hat, wird man in der Gruppenphase sehen. Schweinsteiger, der schon als 17-Jähriger beim FC Bayern München sein Profi-Debut gab, gilt mit über 50 Länderspielen bereits als echter Routinier. Neben seiner Erfahrung zeichnet sich "Schweini" aber auch durch sein gutes Auge und seine besondere Technik aus. Wenn er in Form ist, kann ihn kaum einer stoppen! Podolski wurde bei der WM 2006 als bester Nachwuchsspieler ausgezeichnet! Die Saison bei den Bayern saß er aber meistens nur auf der Bank. Auch wenn wir hier in Deutschland eine kritische (Sport-)Presse gewohnt sind, darf man nicht vergessen, dass "Poldi" gerade mal 23 Jahre alt ist und mit Klose und Toni zwei absolute Top-Leute vor sich hat. Für mich ist Podolski jedenfalls eines der größten Talente im europäischen Fußball! Gomez hat in 25 Bundesligaspielen satte 19 Mal getroffen und wirde damit - nach Luca Toni (24) - zweiter der Torschützenliste. Bereits in der Saison 06 / 07 hat der Schwabe 14 Saisontore für den VFB Stuttgart erzielt und somit erheblich dazu beigetragen, dass der VFB am Ende der Saison Deutscher Meister wurde. Neben den bereits erwähnten Spielern sind auch an Gomez viele europäische Top-Clubs interessiert (u.a. FC Barcelona, AC Mailand, Newcastle United). Ich denke, dass das große Interesse dieser Spitzenvereine die Qualität des deutschen EM-Kaders nochmals deutlich unterstreicht!
Der Trainer: Löw ist seit dem 1. August 2006 Bundestrainer der DFB-Elf. Während der WM 2006 wurde er von den meisten jeoch ein wenig verkannt. Aber bereits damals lautete die Aufgabenteilung: Klinsmann motiviert, Löw trainiert. So war die Ernennung zum DFB-Cheftrainer nach dem Abgang von Klinsmann nur logisch. Mittlerweile gilt Löw als einer der besten deutschprachigen Trainer überhaupt. Er überlasst nichts dem Zufall, hat einen mächtigen Trainerstab neben sich aufgebaut und gilt als akribischer Arbeiter, der ständig den Erfolg sucht. Auch hat er das Wort "Ballebesitz-Quote" (Zeit zwischen Ballannahme und Abspiel) geprägt, die unter seiner Regie deutlich reduziert wurde. Er lässt modernen, offensiven Fußball spielen, ohne dabei die Defensivarbeit zu vernachlässigen.
Wer fehlt?
Mit Schneider (Bayer 04 Leverkusen) fehlt ein extrem wichtiger Spieler für die rechte Seite.
Taktik: 4-4-2
EM-Endrundenteilnahmen: 9 (davon 3x Europameister und 2x Vize)
voraussichtliche Aufstellung:
Lehmann - Lahm, Mertesacker, Metzelder, Jansen - Frings, Ballack, Schweinsteiger, Podolski - Klose, Gomez
Team - Polen
Tor: Boruc (Celtic Glasgow), Kowalewski (Steaua Bukarest), Fabianski (FC Arsenal London)
Abwehr: Jop (FK Moskau), Wawrzyniak (Legia Warschau), Golanski (Steaua Bukarest), Dudka (Wisla Krakau), Bak (Austria Wien), Wasilewski (RSC Anderlecht), Zewlakow (Olympiakos Piräus), Pazdan (Gornik Zabrze), Kokoszka (Wisla Krakau)
Mittelfeld: Krzynowek (VFL Wolfsburg), Gargula (GKS Belchatow), Lobodzinski (Wisla Krakau), Lewandowski (Schachtjor Donezk), Murawski (Lech Posen), Guerreiro (Legia Warschau)
Sturm: Zurawski (AE Larissa), Saganowski (FC Southampton), Piszczeck (Hertha BSC), Smolarek (Racing Santander), Zahorski (Gornik Zabrze)
Was fällt auf?
Die meisten der polnischen Akteure stehen neben Russland, der Ukraine und Rumänien v.a. in der Heimat unter Vertrag. Die polnische Liga ist nun wahrlich nicht eine der besten in Europa. Zwar wird dort ganz ansehlicher und körperbetonter Fußball gespielt, doch mit der Bundesliga, der Primera Division, der Serie A oder auch der Premier League kann sie es keinesfalls aufnehmen. Nominell sind auch keiner "Kracher" dabei. Smolarek hat beim BVB seine Treffsicherheit unter Beweis gestellt, dennoch ist er nicht mehr als ein durchschnittlicher Stürmer. Damit wäre die Frage, wer internationales Top-Niveau hat, bereits geklärt.
Der Trainer: Die EM-Quali war für Polen 12 Mal eine Art "mission impossible", denn nie zuvor hatte sich das Land für eine Europameisterschaft qualifizieren können. Mit Trainer Beenhakker, der in seiner Trainerlaufbahn u.a. schon Real Madrid trainiert und Trinidad & Tobago zur WM 2006 nach Deutschland geführt hat, gelang dieses Unternehmen nun das allererste Mal. Er ist übrigens der erste Ausländer auf Polens Trainerbank! Für die Quali hat ihm Polens Präsident das Verdienstkreuz "Orden für die Wiedergeburt Polens" verliehen.
Taktik: 4-4-2 oder 4-5-1. Konstant im Taktik-Gerüst ist ausschließlich die Viererkette! Ansonsten wird je nach Spielverlauf variiert.
EM-Endrundenteilnahmen: - (s. oben)
voraussichtliche Aufstellung: Boruc - Wasilewski, Bak, Zewlakow, Wawrzyniak - Dudka, Lewandowski, Lobodzinski, Krzynowek, Zurawski - Smolarek
Stärken / Schwächen:
In der EM-Quali-Gruppe A hat sich Polen vor Portugal mit 28 Pkt. als Erstplatzierter durchgesetzt. Prunkstück der polnischen Nationalmannschaft ist sicherlich die gut organisierte Defensive. V.a. Zewlakow und Bak sind zwei sehr erfahrene und robuste Akteure. Dafür fehlt dem Team in der Offensive ein Angreifer mit internationalem Format.
H2H-Statistik: Die beiden Teams trafen bislang 15 Mal aufeinander. Dabei hat Deutschland kein einziges Spiel verloren, sondern verließ den Platz 11 Mal als Sieger!
Mein Tipp: 1 @ 1.50 partybets
Mein Tipp: 1 (HC) @ 2.15 partybets (small)
Deutschland startet als Titelfavorit ins Turnier und wird direkt beim 1. GS zeigen wollen, wer der Chef auf dem Platz ist. Polen ist hier nicht nur taktisch, sondern auch individuell ganz klar unterlegen. Ich rechne zwar mit einem aggressiv geführten Zweikampfverhalten der Beenhakker-Elf, doch sobald das erste Tor für Deutschland fällt, ist der Bann gebrochen und die Tür für ein HC geöffnet. Klose, Gomez, Podolski und / oder Ballack traue ich heute einen Treffer zu.