Hallescher FC-Jena II
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Hat wohl keiner außer mir mitbekommen(Halle wegen Rassismuskram vor leeren Rängen), mir ist's recht - hier mal der Text von der Halle Page:
13.10.06 – Vorschau: HFC – FC CZ JENA II
Die Gäste kommen mit Elf plus X
Natürlich hat das morgige Oberligaspiel, das leider unter Auschluss der Öffentlichkeit stattfinden muss, noch eine sportliche Seite, die wir in dieser Vorschau etwas näher beleuchten wollen. Es ist nicht einmal zwei Jahre her, da standen sich noch die ersten Vertretungen des HFC und FC Carl Zeiss gegenüber. Doch nach zwei Aufstiegen in Folge sind die Jenaer inzwischen in der 2. Bundesliga angekommen, während sich der Gastgeber wie schon einmal vor 20 Jahren mit der Jenaer Reserve - damals in der zweit-höchsten Spielklasse - duelliert. Was dabei zu DDR-Ligazeiten galt, hat auch heuer Gültigkeit: Auch die zweite Reihe des einstigen Renommierklubs ist für die Saalestädter eine echte Herausforderung, setzt sich doch wie einst fast ausnahmslos aus Absolventen der nach wie vor vorzüglichen Jenaer Talenteschule zusammen.
Nach dem im Sommer geschafften Aufstieg gilt für den verantwortlichen Trainer Michael Junker (38) Spieltag für Spieltag die Formel „Elf plus X“. Das heißt, elf blutjunge Burschen bilden das Korsett, hinzukommen dann einige Spieler aus dem Kader der Zweitliga-Elf. Dass dabei - wie in fast allen zweiten Vertretungen - tüchtig rotiert wird, liegt in der Natur der Sache. „Das ist für eine Ausbildungsmannschaft schließlich normal. Immerhin sind wir in der letzten Saison damit Thüringenmeister geworden“, sagt Junker, der sich offiziell wie einst die Beckenbauer und Völler Teamchef nennen muss, weil ihm die erforderliche A-Lizenz fehlt. Aus diesem Grunde fungiert auch Manager Olaf Holetschek als verantwortlicher Trainer. Junker selbst hat in den Jahren 1989 bis 91 das Zeiss-Trikot in 17 DDR-Oberligaspielen getragen und einen Treffer erzielt.
Im Gegensatz zu Cottbus II bot beispielsweise die Zeiss-Reserve bisher fast ausnahmslos Youngster auf. Einzige „Stammspieler“ mit größerer Erfahrung sind Stefan Kühne (26) und der von Pößneck gekommene David Schimmelpfennig (25). Einmal wirkte der von Cheftrainer Heiko Weber zwischenzeitlich suspendierte Holger Hasse (28) mit. Auch der vom 1. FC Nürnberg geborgte Bosnier Petar Jelic (19) und das ebenfalls von Nürnberg noch für ein Jahr ausgeliehene Eigengewächs Ralf Schmidt (21) wechselten bisher zwischen beiden Männerteams der Jenaer.
Mit einer Reihe von Zeiss-Akteuren hat HFC-Angreifer Sebastian Wille bei den Junioren in der Bundesliga noch zusammengespielt. Neben Schmidt sind das Michael Urbansky, Patrick Leutloff, Andreas Keil, Robert Paul und Felix Holzner (alle 20 bzw. 21). Jüngster im Team ist der 18-jährige Marko Riemer, Stammkeeper Norman Wohlfeld ist gerade ein Jährchen älter.
Unserem HFC lag die U23 der Thüringer bislang nicht. In der NOFV-Oberliga gelang den Rot-Weißen in vier Spielen, bei 1:8 Toren, nur ein einziger Punktgewinn.
Das wird und muss morgen auch ohne die leider unbesetzte HFC-Fankurve besser werden.
KB | Ro-Heb