Shining schrieb:Ich muss mich da dC anschließen, ich kann viele Argumentationen absolut net nachvollziehen, das kommt mir ein bisserl wie Kaffeesudlesen vor.
Da wird das ewig gleiche "brauchen den Druck" und "wenn es drauf ankommt" Geschwafel losgelassen und dann Bayern als guter Tipp dargestellt, weil jetzt der Druck von ihnen gefallen ist. Ja was jetzt? Gut unter Druck oder besser ohne Druck?
Und wenn Bayern gegen Anderlecht nicht gewonnen hätte, hätten sie dann am Wochenende mehr oder weniger Druck? Mehr weil sie in der CL nicht mehr dabei sind und daher nur mehr die Liga zählt oder weniger weil sie die hohe Doppelbelastung net mehr haben und befreiter spielen können?
Da lässt sich alles in zwei Richtungen argumentieren, ich denke nicht dass das beim Wetten viel bringt.
Ein interessanter Ansatz ist immer sich vorzustellen dass statt den Bayern z.B. Bremen spielen würde. Eine Mannschaft die im Moment wahrscheinlich sogar besser drauf ist, aber halt nicht den großen Namen hat. Würde man bei Werder auch so argumentieren wie bei den Bayern?
Mythos und Wetten sollte man trennen...
Shining
shining, so sehr ich deine meinung schätze, aber ich kann hier nicht zustimmen - allgemein - und "killer"phrasen bringen auch nicht weiter, denn schliesslich hat jedes ding im leben zwei seiten, es liegt immer im auge des betrachters, ob das glas halb voll oder halb leer ist.
Ich denke, dass man hier nicht einen, sondern zwei ganz starke ansätze hat, die beide für sich allein gültig sind, kombiniert allerdings den bigtip auf bayern rechtfertigen, zumindest aber erklären:
1. der erfolg des fcb mit erreichen der letzten 16 in der cl, was unbesttitten, da brauch ma ja nicht reden druck wegnimmt ( siehe gestriges interview hitzfeld). nun, druck ist ein schlechter motivator - zumindest, wenn er zu gross wird (stress-distress). druck erzeugt gegendruck.
argumente wie "unter druck am besten", "brauchen druck" usw. sind ein zweischneidiges schwert, da sie gleichzeitig wahr und falsch sind, und sind - als einziges kriterium zur wettentscheidung natürlich nicht ausreichend.
Ich versteh nix von "gutem" oder "schlechtem" fussball, was heisst schon gut gespielt - was ich aber verstehe, sind fakten,die unbestritten sind, weil sie nicht wegzudiskutieren sind: bayern ist weiterhin im cup vertreten. bayern ist in der meisterschaft vielleicht nicht "voll auf titelkurs", aber 6 punkte sind nicht die welt (machbar). bayern ist in der cl weiter - man beachte die eigentlich hervorragende bilanz dort ausgenommen letztes jahr- auch hier hat man ziele gesetzt und vorerst einmal ein (zwischen)ziel erreicht.
Das gibt Selbstvertrauen, motiviert, nimmt druck weg.
2. angle: die mehr als indifferente form von stuttgart. ich nenn es: die stuttgartblase.
der ballon platzt zwar nicht mit lautem knall, aber die luft entweicht. Niemand erwartet doch, dass das die ganze saison so weitergeht/weitergegangen wäre, und den beginn des downtrends haben wir eben erst erlebt. Ob und wielange er weitergeht, weiss keiner, aber trends haben bekanntlich die eigenschaft, sich fortzusetzen.
Spiele wurden verloren oder nicht mehr gewonnen, das schafft unsicherheit, demotiviert, und erzeugt... richtig: druck.
Beide Argumente zusammen gesehen machen Bayern mehr als spielbar zuhause, vor allem zu der verfügbaren quote (54%).
@dc: du philosophierst von hewitt niedrigquoten, ich kann dir nicht ganz folgen leider, kannst mir das kurz erklären, was 1,30er mit dem bayernmatch zu tun haben? Bei dieser Gelegenheit würde mich auch die definition deines zitierten "Gesetzes der Serie" interessieren - wie lautet dieses Gesetz?