Offene Diskussion, weil mich die Quote etwas irritiert:
Bei Betano liegt die Quote für ein Abschneiden in den Top 4 beim BVB bei @2,4. RB bei 1,08 und Stuttgart bei @1,4. Mit Blick auf den Afrika Cup, potentielle Wintertransfers und vergangene Aufholjagden bei ähnlichen Abständen (z.B. 20/21), findet ihr das auch zu hoch bei Dortmund? Sogar ein Trainerwechsel könnte nochmal einen Impuls bringen. So sieht die Tabelle aus:
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| 3 | VfB Stuttgart | 16 | 11 | 1 | 4 | 37:19 | 18 | 34 |
| 4 | RB Leipzig | 16 | 10 | 3 | 3 | 38:17 | 21 | 33 |
| 5 | Borussia Dortmund | 16 | 7 | 6 | 3 | 30:25 | 5 | 27 |
Was sagt ihr?
Denke die Quote hat kein value. Der VfB wird zwar vermutlich keine so fast perfekte Hinserie wiederholen können, allerdings haben die Leistungen gezeigt, dass kaum ein Team in der Lage war dem VfB eine Niederlage beizufügen. Egal ob mit spielerischen Mitteln oder mit destruktiven Herangehensweisen - die allermeisten Teams haben sich enorm schwer getan gegen Stuttgart Punkte zu holen. Das ist umso erstaunlicher als man in der Vergangenheit oft Überraschungsteams oben gesehen hat, die hauptsächlich gegen gewisse Gegner, Taktiken halt Erfolg hatten, gegen andere halt nicht, und wo man oft den Eindruck hatte, das halt gerade alles für das Überraschungsteam läuft.
Beim VfB ist es ja aber eher so gewesen, dass sie noch locker mehr Tore und Punkte hätten sammeln können bzw. müssen und die satte Punktezahl eben nicht nur glücklichen Spielverläufen, schwachen Gegnern oder der speziellen Taktik der Gegner geschuldet war. Die Stuttgarter haben gegen Leverkusen genauso überzeugt wie gegen Augsburg, gegen Dortmund und Frankfurt ebenso überzeugt wie gegen Freiburg oder sagen wir Mainz.
Die einzigen Niederlagen, die absolut verdient waren, waren die gegen die Bayern und gegen Leipzig. Gegen die Bayern erholte man sich vom frühen Rückstand nicht und die Bayern konnten im Gegensatz zu anderen Mannschaften eine dann abwartende und defensivere Variante mit wenig Ballbesitz überhaupt durchbringen, weil sie so viel individuelle Klasse haben, vorne wie hinten, um den VfB einerseits gut genug zu verteidigen und andererseits in Kontern selbst brutal gefährlich zu sein.
Es gab eine Reihe von Teams, die ebenfalls abwartend und defensiv gegen den VfB agieren wollten und diese Taktik aber komplett nach hinten los ging.
Das macht den VfB ja so gefährlich diese Saison, dass du ein Höchstmaß an spielerischen Mitteln brauchst und gleichzeitig eine starke Abwehr und beides besitzen die wenigsten Vereine in der Bundesliga.
Die gehobeneren spielerischen Mittel hatten die Bayern, Leipzig in der zweiten Halbzeit, Leverkusen und Hoffenheim sowie der BVB. Hoffenheim gewann aber nur, weil der VfB massiv Chancen vergab, kein Spielglück hatte. Leverkusen gewann ja nicht mal, hätte in HZ 1 höher zurückliegen müssen und der BVB verlor ja sogar zweimal gegen den VfB, wobei da ja schon der switch zu altbackenen Mitteln stattgefunden hatte. Das einzige Team, das dezidiert auf etwas unkonventionelle Weise gegen Stuttgart gewinnen konnte, war Heidenheim (mit einem Ballbesitz von 31%, einer Passquote von gerade einmal 62% und mit gerade einmal 220 gespielten Pässen!) - das war eine Ausnahme von der Regel.
Viele Teams, wo ich persönlich dachte, dass die dem VfB nicht so liegen, sahen diese Saison kein Land, dazu gehören Freiburg, Mainz, Wolfsburg, Union der BVB und Frankfurt sowie Augsburg. Das ist das erstaunliche, dass man 9 der 11 Siege eben nicht nur irgendwie über die Zeit brachte, sondern hoch verdient im Handicap gewinnen konnte.
Der BVB hat dagegen nur vier von seinen sieben Siegen im Handicap gewinnen können und zeigte fußballerisch oft eine dürftige Leistung, die von unerklärlichen Leistungssteigerungen in der CL abgelöst worden sind.
Der VfB mag tatsächlich eine Reihe wichtiger Spieler nicht zu Verfügung stehen haben, das kann man nicht wegdiskutieren! Allerdings würde ich mich nicht auf einen Einbruch der Stuttgarter verlassen, weil das System mehr scheint als die individuelle Klasse einzelner Spieler. Mit Guirassy, Haraguchi, Ito, Jeong, Silas fehlen natürlich eine Reihe wichtiger Spieler aber das System Stuttgart ist auch ohne die individuellen Könner absolut weiterhin ernst zu nehmen.
Ich glaube nicht, dass der VfB eine so starke Hinrunde wiederholen kann, das wäre fast zu vermessen davon auszugehen, allerdings haben sie einen breit genugen Kader, um die Abwesenheiten aufzufangen, die sind ja nicht die gesamte Rückrunde weg, bis vlt. auf Guirassy.
Beim BVB stand das ganze System zur Debatte, Terzic muss sich wirklich was einfallen lassen wie er weiter spielen lassen will; dass einige Spieler unzufrieden sind, ist kein Geheimnis;
Es kann schon sein, dass der BVB am Ende die Top 4 schafft aber da muss beides zusammenkommen: Der BVB muss stark zulegen, der VfB stark nachlassen und beides sieht aktuell nicht danach aus, als dass ich darauf setzen würde. Ich finde die 2.4 geht schon in Ordnung und ist nicht so unrealistisch aber darauf Geld zu setzen, würde mich nicht reizen.
Wenn der VfB von größeren Verletzungen verschont bleibt, können sie eine zumindest ähnlich gute Rückrunde schaffen.