Das Jahrhundertduell: Shining - Daniel

Daniel schrieb:
Luke schrieb:
Bei einem Forumstreffen in Trier wäre ich auch gerne bereit beim Organisieren zu helfen. Kenn mich bei uns ja auch Bestens aus :mrgreen:

Also, aufi gehts nach Trier. [[winkewinke]]


Gruß
Luke

jo jo, erste Station Riverside, gelle ? :mrgreen:

Na, da ist doch mitlerweile ein Casino drinne und leider keine Disco mehr [[droh]]

Aber Örtlichkeiten für den Abend würden mir schon genug im Kopf rummschwirren.

Ich glaube das würde ein schönes Treffen in Trier werden. Also Flo ist echt nen Gedanken wert.


Gruß
Luke
 
Um es mal auf den Punkt zu bringen: Deutschland ist ein Sanierungsfall!

Hier mal ein sehr interessanter Denkanstoß.


impulse: Herr Sprenger, Ihr Buch heißt "Der dressierte Bürger". Sind wir so unmündig?


Sprenger: Aus meiner Sicht ja. Aber Sie werden dazu auch erst gemacht.

Inwiefern?

Durch einen überregulierenden Staatsapparat, der den Menschen suggeriert, dass sie nicht selbst entscheiden können, was für ihr Leben richtig ist. Wir sehen uns Politikern gegenüber, die glauben, alles im Namen des Gemeinwohls und der Fürsorge lenken zu müssen. Der Umgang etwa mit dem Rauchen, dem Kinderkriegen oder der Umwelt darf nicht in der Verantwortung des Einzelnen liegen. Nein, er muss durch finanzielle Anreize, Abgaben und Steuern geregelt werden. So werden die Menschen entmündigt und gegängelt.

Aber jeder kann doch selbst entscheiden, was er tut?

Genau da liegt das Problem. Uns wird eine vermeintliche Freiheit vorgegaukelt. Ohne die Lenkungseingriff e des Staats würden wir aber anders handeln. Das allerdings ist nicht erwünscht. Der Staat will uns ja gerade durch Anreize verführen, etwa Kinder zu kriegen, Auto zu fahren oder in Windkraft räder zu investieren. Er will seine volkspädagogischen Ziele erreichen und gleichzeitig die Löcher in den Staatskassen stopfen. Weil die Politiker ihre Macht aber auf freundliche Weise sichern wollen, greifen sie oft nicht zum direkten Zwang, sondern schaff en auf sanft e Art Vorgaben, zwischen denen die Bürger dann wählen sollen. Man könnte das auch Sozialismus im demokratischen Gewand nennen.

Was schlagen Sie vor?

Ich halte eine Verfassungsänderung für notwendig. Wir dürfen uns nicht mehr als Sozialstaat defi nieren. Denn das ist die Erlaubnis für den Staat, die Bürger zu lenken und zu enteignen. Die Gesellschaft ist über das so genannte Solidar- System so gebaut, dass jeder mit der Hand in der Tasche des anderen lebt. Das Fehlverhalten anderer wird dadurch zu meinem Problem, das ich bezahlen muss. Also entwickelt man selber ständig wachsende Ansprüche. Und so fehlt letztlich das Geld für jene, die sich wirklich nicht selber helfen können. Der Staat korrumpiert seine Bürger.

Was heißt das konkret?


Strukturelle Maßnahmen sind unausweichlich. Wir können und müssen den Menschen viel mehr Verantwortung für ihre Lebensführung überlassen. Konkret: Wir müssen den Staat zurückdrängen, die Bürokratie abbauen, die Lenkungsnormen aus dem Steuerrecht entfernen und die Subventionen abschaffen.

Wir müssen die kleinen Einheiten wieder beleben, das Lokale, die Nachbarschaft. Wir müssen die Selbständigkeit erleichtern. Wir müssen den Abschluss von Arbeitsverträgen freigeben. Hilfen dürfen in der Regel nur noch situativ und zeitlich befristet gewährt werden.

Der Staat konzentriert sich auf den Schutz des Rechts und der äußeren Sicherheit. Er ist Methode, nicht Inhalt. Wenn wir nicht eine wirklich freiheitliche, das heißt reduzierte Politik machen, werden wir zum Strandgut der Globalisierung gehören.