BETFAIR

herby

Professional Part-Time Bettor
März 28, 2003
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wien
Bis vor etwa einem Jahr war das eine gute Exchange, man fand des öfteren Höchstkurse auch auf Favoriten etc.
Jedoch seit Monaten nicht mehr, man findet sie kaum noch da sie im layverfahren schnellstens gegen andere Wettbürohöchstkursanbieter gematcht werden und daher kaum noch was gscheites zu finden ist. Ausnahme sind die britischen Spiele und die over/under wo noch öfters Höchstkurse zu lukrieren sind.
Unverzichtbar ist betfair aber bei den livewetten wo man zum unterschied zu den buchmachern bei weitem höhere Kurse und insbesondere meist auch over/under live setzen kann.
 
Zu Herbys Feststellung bezüglich Höchstquoten bei Betfair.

Waren die späten 90-er Boomjahre des Eröffnens neuer Online-Wettbüros, fand ich das gut. Konkurrenz belebt das Geschäft - sowohl was Quoten als auch Service angeht und das ist gut für den Kunden. Im Moment gibt es viele neue Exchanges und das ist schlecht für alle beteiligten Seiten.
Für die Exchanges: Immer mehr knabbern am etwa gleichgroßen Kuchen -von irgendwas muß man leben.
Als negatives Beispiel sehe ich Betstorm. Ich glaube, die hatten wirklich guten Willen, sie haben einige Fehler gemacht, wahrscheinlich
hatten die Betreiber auch kein finanzielles Polster... Irgendwann gehts nicht mehr: Desillusionierte Betreiber und enttäuscht Kunden

Für die Kunden: Die Märkte splitten auf, große Umsätze werden noch schwerer machbar, der Aufwand für die "Jagd auf die Höchstquote" leidet trotz Betbrain.

Ich will doch auch nicht von Bäcker zu Bäcker ziehen, kauf bei dem einen 4 Semmeln a 50 Gramm, beim nächsten 3 a 70 ..., bis ich ein Kilo beisammen hab.

Der P2P-Markt wird auch von der Kundenseite her härter, weil es ist halt was für Fortgeschrittene.
Da gibt es Leute, die einfach Buchmacher spielen. Irgendwelche Quoten auszahlungsgleichverteilt mit buchmacherüblichem Quotenschlüssel anbieten und hoffen, daß alles weggekauft wird.
Die Surebetter (siehe Flo), die sehr zu begrüßen sind, weil sie echt neues Geld ins System bringen bzw. abziehen.
Die "Surebetversucher", die nach utopischen Quoten fragen, um sie dann mit Gewinn zu verkaufen.
Die Dummenfänger, die 1.01 und 1000 legen und hoffen, daß jemand die Augen versagen oder die Maus wegrutscht.
Die "Berufstrader" - 10000€ 1,50 Lay + 10050€ 1.49 Back (auch ne Art SureBet).
Die "Kleintrader" s.o. mit kleinen Beträgen.
Natürlich die echten Wettprofis mit Info und Spürnase.
und Otto-Normalverbraucher, der hier wettet, weil es Höchstquoten gibt und der eigentlich der Einzige der o.g. Gruppen ist,
der nicht davon ausgeht, auf Dauer Gewinne zu machen (obwohl er es natürlich trotzdem hofft). Unter diesen Umständen ist selbst
die scheinbar vernachlässigbare Provision ein ganz schöner Posten und der gewinnorientierte Spieler ist gewungen, genau zu kalkulieren.
Wenn ich beschließe, eine 1,75 auf einen gewissen Favoriten ist spielbar, dann verlange ich die halt und warte nicht, ob irgendwann mal einer eine 2,15 anbietet.
Weil die Zeit solcher Dummköpfe, die eine solche Quote ewig stehen lassen, ist zumindest bei BF vorbei. Was nutzt es mir, wenn ein anderer
eine Topquote erwischt, weil er zufällig zur rechten Zeit am rechten Ort war und ich kriege nicht mal meinen eigenen Value?

Unter diesen Aspekten betrachtet gibt es selbst bei Betfair m.E. nur in wenigen Fällen einen echt "Sportlichen" Markt.

Und richtig Umsätze eigentlich auch nicht. Jedenfalls ist irrig zu glauben, daß z.B. gestern bei BF Chelsea-Arsenal tatsächlich 3Mio den Besitzer gewechselt haben.
Ich denke, wenn es 100.000 waren, ist es viel.

Aber ich gebe Dir recht: Für Livewetten unverzichtbar.