Du hast doch vor wenigen Tagen in einem anderen Thema hier einen Tipp gegeben, wie man mit den neuen Regeln und Regulierungen umgehen sollte. Dort hast du ja auch einige Länder genannt. Dementsprechend sollten diese Länder ja sehr geeignet sein. Inwieweit dies zutreffend ist, kann dir wohl nur ein VIP Manager eines Buchmachers oder ein Steuerberater vor Ort sagen.
Viel wichtiger wäre jedoch die Frage, ob Sportwetten im betreffenden Land berhaupt als Glücksspiel angesehen werden und ob es eine Unterscheidung zwischen Hobby- und Berufsspieler gibt. Grundsätzlich ist es (auch in Deutschland) so, dass Glücksspielgewinne (z.B. Roulette) nicht versteuert werden müssen. Da hier der Ausgang lediglich auf dem Umstand Glück beruht. Bei Sportwetten hingegen sieht dies anders aus. Während der Hobbyspieler seine Gewinne noch auf Glück zurückführen kann, wird dies bei einem Berufsspieler schwer (zumal sich diese ja häufig damit rühmen, dass wetten nichts mit Glück zu tun hat, sondern auf ihre Fähigkeiten und Berechnungsmodelle zurückzuführen sind). Es ist also grundsätzlich schwierig, dem Finanzamt glaubhaft zu machen, dass Gewinne über Jahre nur auf den Umstand Glück zurückzuführen sind.
Betrachtet man Sportwetten dann als eine Disziplin, in welcher man aufgrund von Fähigkeiten, Wissen etc. zu Gewinnen kommt, müsste auf den Gewinn/Verdienst der normale Steuersatz angerechnet werden. Bislang gibt es in Deutschland hierzu noch kein Urteil, kann allerdings noch kommen. Andere europäische Länder sind hier ja schon vorangegangen.