Rafael Nadal (ESP) - Marcos Baghdatis (CYP)
Zu Nadal brauche ich wenig schreiben, außer dass er einfach nicht mehr der zur Zeit ist, der er einmal war.
Hat sich zwar bei den FO tüchtig verkauft, hatte aber gegen Djokovic überhaupt keine Chance. Agierte ideenlos, beim Serve nicht wirklich sattelfest.
UND er ist einfach kein Rasenspezialist 2014 zwar bis in Runde 4 in Wimbledon geschafft dort aber Kyrgios unterlegen, zuvor beim Turnier in Halle gg Dustin Brown in 2 verloren. 1 Jahr zuvor in Runde 1 in Wimbledon gescheitert...
es ist sein erstes Spiel auf Rasen nach der Sandplatzsaison, sprich er muss sich auch wieder erst umstellen.
Zu Baggy habe ich gestern schon etwas geschrieben. Guter Rasenspieler, Menge Erfahrung u. Routine, Guter Serve.
Heute schon Rosol in 2 Sätzen rausgenommen.
sehe Nadal hier keinesfalls so weit vorne
Deshalb ist mir die Quote von @3,70 nun wirklich zu hoch.
Sieg Baghdatis @3,70 mit 3/10 EH
"Hat sich zwar bei den FO tüchtig verkauft, hatte aber gegen Djokovic überhaupt keine Chance. Agierte ideenlos, beim Serve nicht wirklich sattelfest."
Warum muss man zwingend ein Grand Slam Match von Nole vs Rafa auf einem Sandplatz heranziehen um seine eigene Analyse zu begründen, in der Baghdatis als Sieger hervorgehen soll? Ich meine, was hat das denn auch nur im entferntesten miteinander zu tun? Warum "agierte Nadal" denn so "ideenlos"? Vielleicht einfach weil sein Gegner eben Djokivic war? In einer unfassbaren Verfassung? Auf seiner Mission endlich diesen French Open Titel zu gewinnen? Vielleicht konnte Rafa ja auch einfach nix machen, weil der Gegner nix zugelassen hat?
Oder befindet sich Djokovic jetzt auch in einer ****** Verfassung, weil er gegen Stan verloren hat im Finale?
Genau das selbe, Nole keine Chance ab Satz 2, weil Stan in einfach aus eigener Kraft in Grund und Boden gespielt hat. Mit dem Match seines Lebens.
Und genau so hatte auch Rafa keine Chance, weil Nole viel zu konzentriert war und keine Fehler gemacht hat über das komplette Spiel.
"UND er ist einfach kein Rasenspezialist"
Warum muss man denn immer ein Spezialist sein für etwas?
Wimbledon, größtes Rasenturnier der Welt.
2006 Rafa Finale
2007 Rafa Finale
2008 Rafa Titel
2010 Rafa Titel
2011 Rafa Finale
Klar ist er kein "Spezialist", aber wie viele dieser Rasenspezis gibt es denn überhaupt noch? Kannst an einer Hand abzählen.
Offensichtlich ist jedoch, dass er, auch wenn Rasen sein wohl schlechtester Belag ist, einfach ein Gesamtpaket besitzt, das es ihm auch ermöglicht auf Rasen gut zu spielen. Sehr gut sogar.
"es ist sein erstes Spiel auf Rasen nach der Sandplatzsaison, sprich er muss sich auch wieder erst umstellen."
Prinzipiell trainiert er schon ne Woche hier und hat auch schon sein erstes Spiel bestritten. Im Doppel. Mit Feli Lopez. Gewonnen übrigens.
"Zu Baggy habe ich gestern schon etwas geschrieben. Guter Rasenspieler, Menge Erfahrung u. Routine, Guter Serve.
Heute schon Rosol in 2 Sätzen rausgenommen."
Tatsächlich ist Baghdatis mit einem Record von 49/30 ein, zumindest im Vergleich zur breiten Masse, ordentlicher Rasenspieler.
Aber du argumentierst eine von dir erhoffte Niederlage Nadals mit "Erfahrung und Routine" des Gegners? Erstmal ist Baghdatis nur 1 Jahr älter als Rafa. Und wie kann "die Erfahrung" eines Marcos Baghdatis mehr Gewicht in so einer Analyse haben wie "die Erfahrung" eines 14 maligen Grand Slam Champions!?
Auch das mit dem "guten Serve" muss man einfach mal richtig analysieren. Das ist immer so leicht gesagt mit "der hat doch nen guten Aufschlag". Was ist ist denn jetzt ein guter Aufschlag? Und vor allem was eher nicht?
Isner, Karlovic, Groth, Raonic, Janowicz, Gulbis, auch ein Dustin Brown. Die haben einen guten Aufschlag. Baghdatis hat einen im Vergleich zur breiten Masse normalen Aufschlag. Ein Jarkko Nieminen hat einen nicht so guten Aufschlag.
Einen Rosol zu schlagen auf einem Rasenplatz ist jetzt auch nicht unbedingt das riesen Ding. Der hatte 2012 (das Jahr in dem er Rafa in Wimbledon geschlagen hat mit dem Spiel seines Lebens) ein gutes Jahr auf Rasen. Klammert man das mal aus und betrachtet die restlichen 8 Jahre, steht da eine Bilanz von 2/10. Nicht besonders gut, oder?
"sehe Nadal hier keinesfalls so weit vorne. Deshalb ist mir die Quote von @3,70 nun wirklich zu hoch."
Das ist doch die einzig wirklich sinnvolle Aussage hier. Da value nunmal immer noch eine subjektive Einschätzung ist, kann es absolut sein, dass dir die Quote zu hoch ist. Und genau deshalb kannst du persönlich das wohl auch spielen.
Aber der Fehler liegt darin, eine Quote zu sehen, sich zu sagen ok, die ist zu hoch und dann aber eine Analyse zu schreiben die so krass einseitig gehalten ist, nur da, um irgendwie mit Biegen und Brechen auch nur ansatzweise die eigene Einschätzung auch nur ein wenig zu stützen.
Was ist denn zum Beispiel mit dem Fakt, dass Herr Baghdatis letzte Woche beim Challenger in Manchester gegen Brydan Klein, die 188 der Welt, verloren hat? Da hat er nämlich relativ beschissen gespielt. Stets passiv, kein Druck, kaum Punktgewinne die auch von ihm inszeniert wurden.
Und der soll jetzt die momentane 10 der Welt schlagen?
@3,7 ist übrigens eine Gewinnwahrscheinlichkeit von ca. 27%.
Wenn du dir das nochmal überlegst, glaubst du, dass Baghdatis in 100 Matches gegen Nadal ganze 27 gewinnen kann?
Wenn ja, dann ist es wohl ok, dass du das anspielst.
Aber bitte anders argumentieren...