5% Wettgebühr Erklärung gesucht

Frank84

New member
Dez. 12, 2008
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Hallo Leute,

ich war vor dem EM Finale im Wettbüro und hab 100 Euro hingelegt.
Der Typ meinte 5 % Gebühr...

Jetzt habe ich bei Tipico irgendwas von "reduzierten" Wetten gelesen. Kann mir das jemand praktisch erklären ?

Letztlich ist es doch so, dass wir 5 % von unserem Einsatz dem Staat schenken, richtig ?
Wenn ich zu Tipico gehe und z.B. 100 setze auf eine @2, dann ist ja eine Auszahlung von 100 * 0,95 * 2 möglich, statt 100 * 2. Richtig ?

Wie handhabt das z.B. sportingbet ?
 
Hallo Leute,

ich war vor dem EM Finale im Wettbüro und hab 100 Euro hingelegt.
Der Typ meinte 5 % Gebühr...

Jetzt habe ich bei Tipico irgendwas von "reduzierten" Wetten gelesen. Kann mir das jemand praktisch erklären ?

Letztlich ist es doch so, dass wir 5 % von unserem Einsatz dem Staat schenken, richtig ?
Wenn ich zu Tipico gehe und z.B. 100 setze auf eine @2, dann ist ja eine Auszahlung von 100 * 0,95 * 2 möglich, statt 100 * 2. Richtig ?

Wie handhabt das z.B. sportingbet ?

Es werden einfach 5% deines Einsatzes quasi einbehalten und mit den restlichen 95% wettest du.
Bei 100 Euro: 100 Euro - 5 Euro (5%) = 95 Euro * 2 (hier: deine Quote)
Anderes Bsp.: 200 Euro Einsatz auf eine 1,8Q
200 Euo - 10 Euro (5%) = 190 *1,8
 
Es werden einfach 5% deines Einsatzes quasi einbehalten und mit den restlichen 95% wettest du.
Bei 100 Euro: 100 Euro - 5 Euro (5%) = 95 Euro * 2 (hier: deine Quote)
Anderes Bsp.: 200 Euro Einsatz auf eine 1,8Q
200 Euo - 10 Euro (5%) = 190 *1,8
Es werden nicht einfach 5% vom Einsatz einbehalten, der Bookie bezahlt ja die 5% auf den Einsatz. Wenn er die dem Kunden verrechnet, dann verrechnet er dem Kunden entweder 105€ für eine 100€ Einsatz oder die bezahlten 100€ sind (100% einsatz + 5 %gebühr). zumindest sollte er es so machen.
 
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weiß das zufällig jemand wie das zum Beispiel aktuell bei betfair gehandhabt wird? Da wird ja derzeit keinerlei Steuer erhoben?

Ich hoffe eben nicht, dass in ein paar Monaten eine dicke Rechnung vom Finanzamt kommt, in der die Steuer nachträglich erhoben wird? [[nixweiss]]

Link entfernt

Mehr und verbindlich kann Dir wohl niemand sagen.
 
weiß das zufällig jemand wie das zum Beispiel aktuell bei betfair gehandhabt wird? Da wird ja derzeit keinerlei Steuer erhoben?

Ich hoffe eben nicht, dass in ein paar Monaten eine dicke Rechnung vom Finanzamt kommt, in der die Steuer nachträglich erhoben wird? [[nixweiss]]

Davon ist nach jetzigem Stand nicht auszugehen. Entscheidend ist hier das Rennwett- und Lotteriegesetz mit Neufassung vom 29. Juni 2012.
Von besonderer Bedeutung sind hier die Paragraphen 17 und 19. So heißt es in §17 unter anderem: "Die Steuer beträgt 5 vom Hundert des Nennwertes der Wettscheine beziehungsweise des Spieleinsatzes." Steuerschuldner ist laut §19 der Veranstalter, also der Wettanbieter.
Nun war es aber bisher so, das sich keiner so richtig um die Steuergesetze in Deutschland geschert hat, warum auch. Das hat sich mit der Euro-Krise nun grundlegend geändert. Unsere Bundeskanzlerin macht doch jeden Monat zehn Rundreisen durch Europa. Und kurz danach erheben die Wettanbieter aus den Ländern 5% Gebühren. Zufall? Es wird von der Politik einfach in der Öffentlichkeit nicht thematisiert, es ist ja schließlich auch zum Nachteil vieler Wähler.

Da Betfair kein Wettanbieter sondern eine Wettbörse ist, sind Sie nach meiner Rechtsauffassung zunächst einmal nicht betroffen. Entscheidend ist schlichtweg auch, wo der Wettanbieter seinen Sitz hat. Befindet sich dieser in einem Land mit dem Euro als Zahlungsmittel, dann wird es kompliziert. Langfristig werden wohl dann nur Wettanbieter überleben können, die Ihren Sitz außerhalb der EU (genauer gesagt des Euros) haben bzw. ihn dahin verlagern.
 
ich hab heut das 1. mal seit Steuereinführung eine wette bei bwin getätigt.

5% vom Bruttogewinn - wenn sie die Steuer vom Nettogewinn abziehen würden (ohne den Einsatz mitzuberechnen), dann wäre es nicht soooo schlimm ... Der Einsatz ist doch eigentlich kein Gewinn, folglich dürften sie nur von dem mit dem Einsatz erzielten Gewinn die Steuern abziehen. Da gehen die Moneten flöten - man möchte garnicht hochrechnen, was das auf lange Sicht bedeuten kannn[[sleep]]
 
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Der Einsatz ist doch eigentlich kein Gewinn, folglich dürften sie nur von dem mit dem Einsatz erzielten Gewinn die Steuern abziehen.
Oder - jetzt mal eine ganz verrückte Idee - vielleicht ist Steuernzahlen ja doch kein Wunschkonzert und wenn 5% auf den Einsatz vom Staat verlangt werden, dann orientiert sich der Buchmacher auch daran. [[bang]]
 
Oder - jetzt mal eine ganz verrückte Idee - vielleicht ist Steuernzahlen ja doch kein Wunschkonzert und wenn 5% auf den Einsatz vom Staat verlangt werden, dann orientiert sich der Buchmacher auch daran. [[bang]]
[[rofl]] Klar, genau daran wirds liegen. BWin, Interwetten und Konsorten sind doch das beste Beispiel dafür, dass sie eben doch machen was sie wollen und den Kunden irgendwas berechnen, aber nicht korrekt die Steuer abziehen. Dann sollen sie die Steuer korrekt berechnen, aber nicht so ein Quatsch. Denn Beamers Darstellung zeigt ja nur nochmal, dass sie im Endeffekt doch einfach stumpf 5% vom Einsatz abziehen. Was ja auch schon einige mal vorgerechnet wurde. Also scheinen einige Buchmacher wohl doch der Meinung zu sein, dass Steuerzahlen ein Wunschkonzert ist und man den Kunden irgendwas berechnen kann, was man will.
 
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Also scheinen einige Buchmacher wohl doch der Meinung zu sein, dass Steuerzahlen ein Wunschkonzert ist und man den Kunden irgendwas berechnen kann, was man will.
Du kannst dich darauf verlassen, dass diese Buchmacher dem Finanzamt keinen Cent zu viel zu zu wenig von der 5%-Steuer zahlen, unabhängig davon, was sie ihren Kunden vorrechnen oder als Werbeaussagen verkaufen.
Warum beamer meint, er hätte ein Recht darauf, dass bwin ihm die 5% nur vom Reingewinn abzieht, ist mir allerdings immer noch schleierhaft ...
 
in dem satz steht "würde"... .

es gibt ja auch ein beispiel, dass ein bookie die steuer übernimmt. o.k. es ist nur ladbrokes, die in deutschland nicht so viele kunden haben, aber dennoch. tipico und bet365 verlangen "online" auch "noch" keine steuer.

ich glaube bookies wie bwin, bah sind so finanzstark, dass sie es auch überleben würden, wenn sie die steuer nicht an den kunden weitergeben. vielleicht kommen sie ja noch irgendwann auf den trichter, wenn der umsatz rückläufig sein würde.
 
Gerade Buchmacher, die sich eh ständig mit Fiskus und Gesetzgebern inne Wolle haben, jede Gesetzeslücke ausnutzen und auch sonst nicht alles ganz so ernst nehmen, was in irgendwelchen Ländern beschlossern wird. Denen sollen auf einmal die Hände gebunden sein? Solange es genug ahnungslose Kunden gibt, denen man die Steuer aufdrücken kann, nehmen die Bookies das einfach mal so hin. Wenns den Bookies wirklich gegen den Strich gehen würde, dann würden die sich eh nicht so einfach darauf einlassen. Wenn ich den Quatsch schon höre, dass die keine andere Wahl hätten.