VfB Stuttgart - Borussia Mönchengladbach
Gladbach ist laut Buchmachern der leichte Außenseiter, was man angesichts der starken Heimbilanz der Schwaben und der Ausfälle der Gäste auch nachvollziehen kann. Trotzdem haben die Gladbacher nie wirklich schlecht gespielt die letzten punktearmen Wochen sondern haben lediglich den letzten Biss und die notwendige Härte vermissen lassen; und vor allem haben sie eines getan, Chancen vergeben. In den erarbeiteten Chancen haben die Fohlen einen Top-Five-Wert und in den letzten acht Spielen hat kein Team mehr Großchancen ausgelassen! Die mangelhafte Chancenverwertung verleitet inzwischen Spieler wie Elvedi dazu an die Stürmer Klartext zu sprechen. Alle wissen in Gladbach, dass man gefällig agiert, teilweise großartig kombiniert aber dann lässt man zahlreiche Chancen aus, verliert den Selbstglauben, dann kann man über Kmapf und Härte nichts mehr nachlegen, weil es nicht in der DNA dieses Teams vorgesehen ist offenbar, und dann verliert man oft Spiele, oder lässt zumindest Punkte liegen, in denen man eigentlich gut gespielt hat. Auch bei den abgegebenen Torschüssen liegt Gladbach auf Rang 6 und damit besser als sie in der Tabelle dastehen. Interessant ist aber auch, dass die Gladbacher mit 246 Schüssen am meisten aller Bundesligateams zulassen. Dass man erst 30 Tore geschossen hat, ist angesichts der guten Statistiken echt mager und verdeutlicht nicht nur die Ineffizienz vor des Gegners Tor sondern stellt auch ein echtes Problem dar, weil man in der Defensive halt genauso ineffizient verteidigt. Somit, etwas erstaunlich, haben die Fohlen mit 30:33 ein negatives Torverhältnis. Viel zu wenig für einen Club, der den Anspruch hat international, wenn möglich sogar CL zu spielen.
Gegen die Schwaben dürfte es wieder ein kniffliges Spiel werden, da bei den Hausherren nach dem Trainerwechsel schwer zu sagen ist, wie gut die Umstellung des Systems der Mannschaft wirklich tut. In der ersten HZ gegen Wolfsburg sind sie damit nicht gut gefahren und hätten zwei Gegentore verdient gehabt, erst in Durchgang zwei konnte man sich steigern. Ob das nun aber gegen Gladbach so ein gutes Spiel wird vom VfB? Ich bezweifle es stark, wenngleich ich mir schwer tue hier in diesem Spiel einen klaren Sieger auszumachen. Fakt ist, dass die Schwaben zu Hause gefordert sind das Spiel und machen und gewaltig unter Druck stehen. Zudem haben der HSV, Mainz und Köln verloren! Heute ein Dreier und man macht einen großen Schritt nach vorne! Trotzdem ist die taktische Voraussetzung ungünstig. Mit den Gladbachern kommt jetzt ein Gast, der sich exzellent im Konterfußball versteht, auch mal etwas riskiert im Passspiel und zudem auch phasenweise ein unangenehmes Pressing spielen kann, wenn es nötig ist. Auf den Außenbahnen sind die Gladbacher manchmal etwas zu anfällig, dasselbe gilt aber auch für die Schwaben, wenn es spielstark durch die Mitte geht.
Da der VfB mit zwei Spitzen auflaufen wird, Aufstellungen kommen gerade raus, während ich schreibe, gehe ich davon aus, dass der VfB sein Spiel durchbringen will und die Gladbacher erst einmal kontern werden.
Durch die variablen Angreifer der Fohlen traue ich dem VfB aber nicht zu, dass er zu Null spielt und bei den Gladbachern wird offensiv der Knoten irgendwann wieder platzen. Alles in alles sehe ich ein Spiel, in dem beide Teams treffen werden und dann wird ein Team die Entscheidung suchen. Raffael kann noch Dampf von der Bank aus machen. Wenn die Chancenverwertung einigermaßen stimmt, sehen wir hier drei bis vier Tore imo.
Die Aufstellungen: Zieler – Beck, Baumgartl, Pavard, Insúa – Ascacibar, Gentner, Aogo – Ginczek, Gómez, Thommy (Bank: Meyer, Kaminski, Badstuber, Mangala, Özcan, Akolo, Donis)
Sippel – Jantschke, Ginter, Vestergaard, Elvedi – Hofmann, Zakaria, Kramer, Grifo – Stindl, Hazard (Bank: Nicolas, Oxford, Cuisance, Herrmann, Bobadilla, Drmic, Raffael )
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