Ein Glück wurde die Strafe mit den 6 Punkten aufgehoben.
Ich finde alle Mannschaften sollten in so "leckeren" Trikots spielen [[grin]] [[stomping]]
Kameruns Trikot-“Sünder“ begnadigt
21. Mai 2004 Nach einem überraschenden Gnadenakt ist der bizarre Trikot-Streit zwischen dem Internationalen Fußball-Verband (FIFA) und Kamerun beendet.
Der 54. Ordentliche FIFA-Kongreß hob am Freitag in Paris den Sechs-Punkte-Abzug in der WM-Qualifikation für 2006 einstimmig auf und ließ die „unbezähmbaren Löwen“ jubeln. „Das ist wunderbar für Kamerun und Afrika. Jetzt starten wir durch“, sagte Nationaltrainer Winfried Schäfer. Zwar muß der Olympiasieger immer noch 200.000 Schweizer Franken Geldbuße für das Tragen eines Einteilers beim Afrika-Cup im Januar bezahlen, realistische Chancen auf die Endrunden-Teilnahme bei der WM in Deutschland sind aber wieder vorhanden.
Blatter empfahl Begnadigung
Beim Afrika-Cup im Januar war Kamerun im umstrittenen Einteiler angetreten. Für die drei Vorrundenspiele hatte der Verband Kameruns eine Ausnahmegenehmigung. Da sie jedoch im Viertelfinale trotzdem im Einteiler antraten, erfolgte die Bestrafung. Laut FIFA sei der Verband Kameruns auf eine harte Bestrafung im Falle einer Zuwiderhandlung im Viertelfinale zuvor hingewiesen worden. Dies war von den Afrikanern bestritten worden. Durch den Punktabzug wären die Kameruner in der WM-Qualifikation praktisch chancenlos gewesen. Als erstes afrikanisches Land hatte sich die Mannschaft 1990 in Italien für das WM-Viertelfinale qualifiziert.
Die Entscheidung aller 201 stimmberechtigen FIFA-Mitgliedsverbände war auf Empfehlung von Präsident Joseph Blatter zustandegekommen. Das von der afrikanischen Fußball-Föderation (CAF) initiierte Gnadengesuch hatte der Verbandschef, der die Strafe laut FIFA-Statuten nicht selbst rückgängig machen konnte, an den Kongreß mit der ausdrücklichen Bitte um Zustimmung weitergeleitet. „Anläßlich des 100jährigen Jubiläums der FIFA bitte ich den Kongreß, dem Gnadengesuch stattzugeben“, empfahl Blatter, der das Urteil zuvor mit Hinweis auf die Mißachtung der Autorität der FIFA verteidigt hatte.
Ausrüster Puma zufrieden
Die mildere Strafe begrüßte auch DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder, der dafür das Verfahren kritisierte. „Ich hatte die Strafe auch für zu hart angesehen. Allerdings wundere ich mich über das Verfahren der Begnadigung. Kamerun hatte angekündigt, vor das Sportgericht CAS zu ziehen, und eigentlich kann man Gnade erst walten lassen, wenn ein Rechtsverfahren abgeschlossen ist“, sagte Mayer-Vorfelder.
Kameruns Ausrüster Puma, der den umstrittenen Einteiler entworfen hatte, freute sich für die „unbezähmbaren Löwen“, behält sich aber eine Zivilklage gegen die FIFA weiter vor. „Wir freuen uns für unseren Partner Kamerun. Die Entscheidung bestätigt, daß wir mit der Form der Unterstützung für die unbezähmbaren Löwen von Anfang an den richtigen Weg eingeschlagen haben. Nachdem heute beim Internationalen Sportgerichtshof der Einspruch gegen die FIFA-Entscheidung eingelegt worden ist, hat die FIFA reagiert und das ungerechtfertigte und überzogene Urteil aufgehoben“, sagte Puma-Sprecher Ulf Santjer, stellte aber klar: „Wir als Unternehmen prüfen weiter rechtliche Schritte. Eine Entscheidung darüber ist noch nicht gefallen.“
Text: sid
Gruß Scarlett
[[winkewinke]]