@Schurik:
Angenommen du bist ein Winning Player auf 1/2$ Limit. Trotzdem kannst du durch Pech/Tilt/sonstwas auch mal verlieren, und das nicht zu knapp. Selbst Profis die eine über Jahre stabile Winrate haben erleben regelmässig Downswings. Und um eben diese Downswings zu überstehen gibt es das Bankrollmanagement.
Kluge Leute haben irgendwann mal ausgerechnet daß die Chance für einen Winning Player (d.h Winrate von mindestens 2BB/100) auf einem Level Bankrott zu gehen für das er mindestens 300BB hat bei unter 0.1% liegt.
Hierzu gibts auch noch kluge Formeln um sowas auszurechnen (Stichwort "ROR" == Risk Of Ruin), aber im Endeffekt reicht es zu wissen daß man mit 300 BB kaum bankrott gehen kann.
Shorthanded Limit sind die Swings heftiger als Longhanded, also rechnet man mit 500 BB anstatt 300.
Natürlich sind die Bankroll-Werte kein Gesetz, sondern nur eine Empfehlung.
Jemand der nur nach Feierabend zweimal die Woche zum Spass 1/2 Limit an nem Longhand Tisch spielt braucht nicht bzw kaum aufs Bankrollmanagement achten, wenn er seine Kohle verballert hat zahlt er halt nochmal n Hunni ein und gut, hauptsache Spass dran gehabt.
Ein Profi dagegen der drauf angewiesen ist vom Pokern zu leben darf niemals bankrott gehen, sonst hätte er ein Problem. Also wird ein Pro auch ein anderes (konservatives) BR-Management betreiben, einfach um sein ROR so weit wie möglich zu senken.
Ich habe schon oft Aussagen von Pros gelesen die zB für Limit Shorthanded von einer Mindestbankroll von 1000 BB (!!) sprechen.....
Wenn dich das Thema genauer interessiert kannst du mal Google mit den Suchbegriffen "Poker", "Risk of Ruin" und "Bankroll" quälen, alternativ hilft glaube ich auch diese Seite weiter: http://www.mathandpoker.com/index.php/?cat=4, oder halt das 2+2 Forum.
Im Endeffekt ist ein gutes Bankrollmanagement immer eine Mischung aus mathematischen Tatsachen, persönlicher Präferenz (wie riskikoavers ist jemand), der Erfahrung und vom Pokerskill der jeweiligen Person abhängig.
P.S. Ist beim Sportwetten doch auch nicht anderst, man sollte nie mehr als einen bestimmten Prozentsatz seiner Gesamt-Bankroll auf ein einzelnes Ereignis setzen. Grund hierfür ist auch die Minimierung des ROR....