Downswing

Kuba25

Analyst des Monats Juni 07
März 1, 2006
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Ich glaube jeder der länger Poker spielt kennt das.Man kriegt wirklich tagelang kaum was auf die Hand,und wenn man was gutes hat,rauscht man am Flop vorbei,oder der Gegner hat ne bessere Hand.

Meine Frage ist,wie geht ihr damit um.Geht ihr mit den Blinds runter,spielt ihr weniger Hände,spielt ihr vielleicht sogar paar tage garnicht,oder spielt ihr einfach normal weiter in dem wissen daß es ja irgendwann wieder besser werden muß ?? ??
 
Bei mir ist es ganz komisch, entweder es läuft bei den Ring-Games oder bei Turnieren! Also vielleicht einfach mal wechseln.
Ansonsten natürlich auch mal ne Pause einlegen oder ein (oder zwei) Blindlevel runter gehen.
Bei mir lief es in den letzten Wochen echt super bei den cashgames, doch seit dieser Woche lief gar nix und ich meine wirklich GAR NICHTS!!!
Das krasse ist, ich hab mal zu Entspannung wieder ein paar MTTs gespielt. Gestern beim ersten Versuch seit langem 6er geworden. Und eben gerade bin ich bei einem Turnier mit 20$ Buy in und 200 Teilnehmer 2er geworden...ganz knapp vor meinem ersten Turniersieg, aber im HU leider nur Müll bekommen...

MfG
 
Das beste Mittel gegen Downswings (bzw um die Auswirkung derselben zu minimieren) ist ein sinnvolles Bankrollmanagement...

- Für Limit Cashgames Longhand mindestens 300 Big Bets, für Shorthanded eher 400 bis 500 BB.

- Für NL Cash sind 25-30 Buyins OK

- Für SNGs sind auch 25-30 Buyins ok

- Für MTTs solltens zwischen 50 und 100 Buyins sein


Und sich nicht schämen auch mal n Limit runterzugehen wenns bescheiden läuft.....
 
azzla schrieb:
Das beste Mittel gegen Downswings (bzw um die Auswirkung derselben zu minimieren) ist ein sinnvolles Bankrollmanagement...

- Für Limit Cashgames Longhand mindestens 300 Big Bets, für Shorthanded eher 400 bis 500 BB.

- Für NL Cash sind 25-30 Buyins OK

- Für SNGs sind auch 25-30 Buyins ok

- Für MTTs solltens zwischen 50 und 100 Buyins sein


Und sich nicht schämen auch mal n Limit runterzugehen wenns bescheiden läuft.....

Bitte um genauere Erklärung...
 
@Schurik:

Angenommen du bist ein Winning Player auf 1/2$ Limit. Trotzdem kannst du durch Pech/Tilt/sonstwas auch mal verlieren, und das nicht zu knapp. Selbst Profis die eine über Jahre stabile Winrate haben erleben regelmässig Downswings. Und um eben diese Downswings zu überstehen gibt es das Bankrollmanagement.
Kluge Leute haben irgendwann mal ausgerechnet daß die Chance für einen Winning Player (d.h Winrate von mindestens 2BB/100) auf einem Level Bankrott zu gehen für das er mindestens 300BB hat bei unter 0.1% liegt.
Hierzu gibts auch noch kluge Formeln um sowas auszurechnen (Stichwort "ROR" == Risk Of Ruin), aber im Endeffekt reicht es zu wissen daß man mit 300 BB kaum bankrott gehen kann.

Shorthanded Limit sind die Swings heftiger als Longhanded, also rechnet man mit 500 BB anstatt 300.


Natürlich sind die Bankroll-Werte kein Gesetz, sondern nur eine Empfehlung.
Jemand der nur nach Feierabend zweimal die Woche zum Spass 1/2 Limit an nem Longhand Tisch spielt braucht nicht bzw kaum aufs Bankrollmanagement achten, wenn er seine Kohle verballert hat zahlt er halt nochmal n Hunni ein und gut, hauptsache Spass dran gehabt.
Ein Profi dagegen der drauf angewiesen ist vom Pokern zu leben darf niemals bankrott gehen, sonst hätte er ein Problem. Also wird ein Pro auch ein anderes (konservatives) BR-Management betreiben, einfach um sein ROR so weit wie möglich zu senken.
Ich habe schon oft Aussagen von Pros gelesen die zB für Limit Shorthanded von einer Mindestbankroll von 1000 BB (!!) sprechen.....


Wenn dich das Thema genauer interessiert kannst du mal Google mit den Suchbegriffen "Poker", "Risk of Ruin" und "Bankroll" quälen, alternativ hilft glaube ich auch diese Seite weiter: http://www.mathandpoker.com/index.php/?cat=4, oder halt das 2+2 Forum.

Im Endeffekt ist ein gutes Bankrollmanagement immer eine Mischung aus mathematischen Tatsachen, persönlicher Präferenz (wie riskikoavers ist jemand), der Erfahrung und vom Pokerskill der jeweiligen Person abhängig.


P.S. Ist beim Sportwetten doch auch nicht anderst, man sollte nie mehr als einen bestimmten Prozentsatz seiner Gesamt-Bankroll auf ein einzelnes Ereignis setzen. Grund hierfür ist auch die Minimierung des ROR....