Glücksspielmonopol in Österreich vor dem Fall!

AustrianHero

New member
März 30, 2003
2,031
0
0
Unmittelbar vor der Sommerpause plant die Bundesregierung offenbar die Abschaffung des Monopols für Glücksspiele.

Morgen wollen die Regierungsparteien ÖVP und BZÖ die Novelle zum Glücksspielgesetz absegnen, berichtet die Tageszeitung "Die Presse" (Donnerstag-Ausgabe). Damit könnten Lotto und Toto nicht nur bei den Lotterien gespielt werden, sondern auch bei anderen Anbietern. Dasselbe gilt für Roulette, Baccarat & Co.

Novomatic-Gruppe in den Startlöchern
Die Abschaffung des Monopols würde den Weg für die niederösterreichische Novomatic-Gruppe frei machen, die sich zusammen mit der Telekom Austria für das lukrative Lotteriengeschäft interessiert.

Gemeinsam wollen die beiden Unternehmen das Glücksspiel - Lotto, Video-Poker und diverse Online-Spiele - in heimische Wohnzimmer bringen, schreibt die Zeitung. Voraussetzung dafür ist eine Lizenz für elektronische Lotterien, die erst durch eine Gesetzesnovelle erteilt werden kann.

Auch Staat profitiert
Der geplante Schritt sei eine reine Marktöffnung, von der auch der Staat profitieren würde. Über die Telekom Austria, an der die Republik 25,01 Prozent hält, würde sich der Staat indirekt Zugang zum stark wachsenden Glücksspielmarkt eröffnen.

Verlierer der Öffnung des Marktes wären die Casinos Austria sowie die Lotterien, deren Chef Leo Wallner von der Maßnahme nicht begeistert ist. Wallner zur "Presse": "Wir wurden nicht einmal informiert, sondern haben nur durch Zufall Wind von der geplanten Liberalisierung bekommen. Es handelt sich um eine Nacht- und Nebelaktion, die eines demokratischen Staates nicht würdig ist".

(c) orf.at
 
Nobody schrieb:
Ich weiß nicht, wie es in Österreich ist, aber hier in Deutschland bekommt ja anscheinend sowieso jedes private Casino eine Lizenz. (Staat verdient ja auch mit.)
Bei euch bis jetzt wirklich kein einziges privates Casino!?

Jein die Privaten Casiones haben nur automaten und poker tische soweit ich weiß, andere spiele dürfen sie nicht anbitten, hier werden wahrschienlich auch andere regeln gelockert, daß jeder der egal wo ein Spielautomat aufstellen kann und dies als casino bezeichnen darf.
 
und heute alles wieder anders [[hammer]]

**************************************

Glücksspielmonopol: Abschaffung vom Tisch

Eine Abschaffung des Glücksspielmonopols in Österreich ist offenbar vorerst vom Tisch. "Das wird nicht mehr behandelt", sagte Lotterien-Generaldirektor Leo Wallner heute zur APA. Das bestätigten dann auch die Klubchefs der Regierungsparteien ÖVP und BZÖ, Wilhelm Molterer und Herbert Scheibner.

Zuvor hatten heimische Medien ("Kurier", "Presse") über eine unmittelbar bevorstehende Abschaffung des Monopols berichtet. Wallner rechnet auch für die Zukunft mit keiner Abschaffung des Monopols: "Ich glaube nicht, dass es zu einer Änderung kommt."

Furcht vor aggressiver Werbung
Laut Wallner wäre mit der Zulassung für eine zweite Konzession für elektronische Glücksspiele bereits eine "völlige Liberalisierung eingetreten". "Dann hätten viele hereinbrechen können", meinte der Chef der Casinos und Lotterien. Derzeit besitzt die Lotterien AG die einzige Konzession für Glücksspiele in Österreich.

Über eine solch schwerwiegende Änderung müsse gut nachgedacht werden, mahnte Wallner, das sei eine grundsätzliche politische Entscheidung. Eine Liberalisierung des Marktes bedeute aggressive Werbung, die wiederum mit dem Spielerschutz nicht vereinbar sei. "Es gibt hier keinen Mittelweg, wie es auch keine halbe Schwangerschaft gibt."


Finanzminister Karl-Heinz Grasser zeigte sich hingegen an einer Lockerung interessiert. Ein heimischer "qualitativ hochwertiger Anbieter" könnte den hohen Abfluss ins Ausland eindämmen. Grasser betonte jedoch, dass es sich dabei um keine Regierungsinitiative handle, "das liegt in der Hoheit der Parlamentsparteien".

Vor allem der Spielerschutz könnte laut Grasser davon profitieren, wenn es einen zweiten Anbieter im Glücksspielgeschäft gebe. Die Diskussion betreffe aber lediglich den Markt des elektronischen Glücksspiels, dieser werde derzeit von mehren "illegalen ausländischen" Betreibern beherrscht, die heimischen Unternehmern das Geschäft wegnehmen würden.

Ähnlich die Argumentation des BZÖ. Scheibner meinte zu dem Thema, dass mit der angedachten Lockerung nicht das Glücksspielmonpol fallen werde, sondern es um den Versuch gehe, den "Wildwuchs ausländischer Internet-Wettanbieter zu kanalisieren".

Die SPÖ sprach sich gegen die Abschaffung aus.

*******************************************************

Besonders lachhaft Scheibner (fettgedruckt) [[stupid]]

Und die rote Bruad sind sowieso die ärgsten Monopolisten wie die letzten 30 Jahre gezeigt haben, also kein Wunder [[hammer]]