Bern-Lugano
Im Sturm wurde bei den Bernern mit den Zuzügen von Daniel Meier, Thibaut Monnet und Raeto Raffainer die offensive wie auch die defensive Spielanlage verstärkt. Das erste Spiel gegen Lugano wird wohl wieder mit 16'700 Zuschauern ausverkauft sein. Der SCB hat am meisten Zuschauern von ganz Europa. In der vergangenen Saison erreichte man das Playoff erst in letzter Minute und gewann die Serie gegen den Qualifikationssieger Lugano.
Bei Lugano kamen bereits vor Saisonstart erste Unrunhen ins Team. Mike Maneluk wechselte nur zwei Wochen vor Saisonstart zu Zug. Neu ins Tessin wechselten Valentin Wirz und der Scorer Jukka Hentunen. Von Langnau kehrt Mirko Murovic zurück nach Lugano. Aus Finnland kam der kanadische Center Glen Metropolit, ein Spieler von dem man sich viel erhofft. Lugano wird heiss sein, sich für die letztjährige Playoff Niederlage gegen Bern zu revanchieren. Allerdings fällt der Verteidiger Andreas Hänni voraussichtlich für sechs Wochen aus. Er unterzog sich gestern einer Arthroskopie im rechten Knie. Es wurde eine Kapselverletzung und Knorpelschaden festgestellt. Die fünfte Ausländerposition ist noch nicht besetzt. Das Spiel ist völlig offen. Nicht wetten.
Kloten-Zürich
Die ZSC Lions haben stark aufgerüstet und schienen lange der Topfavorit auf den Titel zu sein, haben mit den Abgängen von Mark Streit und Randy Robitaille aber zwei wichtige Eckpfeiler im Team verloren und schwache Vorsaison-Spiele gezeigt. Das Saisonziel wurde nach unten revidiert. Verlangt wird von den Stadtzürchern nun die Playoff Halbfinal Teilnahme und nicht mehr die Finalqualifikation. Kurz vor Saisonbeginn ist mit Josef Boumedienne die fünfte Ausländer Position besetzt worden. Er wird als Nachfolger von Streit gehandelt. Nach der Exil Saison konnten für das umgebaute Hallenstadion 6200 Saisonkarten verkauft werden. Letzte Saison gab es einen Verlust von über 8 Millionen Franken, trotzdem wird mit dem 21jährigen Nationalspieler Kevin Romy verhandelt, der nächste Woche von Genf zu Zürich stossen sollte und eine Ablösesumme von 500'000 kostet. Zum Saisonauftakt geht es im Derby gegen Kloten. Fehlen werden dabei , Andreas Furrer (Hüfte), Martin Höhener und Andri Stoffel (beide Hirnerschütterung) sowie Beat Forster. Trotzdem hat man immer noch überdurchschnittliche Spieler. Und mit den neu verpflichtet wordenen Nationalspieler Severin Blindenbacher (Kloten Flyers), Daniel Steiner (SCL Tigers) und Adrian Wichser (HC Lugano). Anders sieht es bei Kloten aus. Die Playoffs wurden letzte Saison erneut verpasst und Präsident Bossert musste erneut tief in die Tasche greifen. Nun versucht man eine letzte Flucht nach vorne und hat viel Geld für einen grossen Namen (Marcel Jenni) in die Hand genommen, sowie die Trainerposten mit Spielerlegenden besetzt. Kloten hat mit Zürich zu Hause und Lugano auswärts einen schweren Saisonstart. In den Vorbereitungsspielen wusste man zwar zu überzeugen, trotzdem Zürich ist eine Top Mannschaft, die Gegner wie Kloten einfach schlagen muss.
Tipp Zürich
Zug-Langnau
Diese Duelle waren in den vergangenen Jahren immer knapp zu Gunsten von Zug ausgegangen. Zug hat den grössten Teil der Spieler halten können. Veränderungen gab es auf den Ausländerpositionen wo man den Finnen Janne Niskala sowie Timo Pärssinen verpflichtete. Mike Maneluk wurde kurz vor Saisonstart noch verpflichtet. Wenn diese an die alten Zeiten von Lugano anknüfen kann, hat Zug ganz starke Ausländer. Langnau ist nach einer turbulenten Saison mit 13 Ausländern und 3 verschiedenen Trainern und einem Sponsorenskandal auf den Boden zurück gekommen, das Budget wurde wieder runter geschraubt und als Ziel die Playoff Teilnahme angegeben. Die beiden besten Skorer Monnet und Steiner verliessen Langnau in richtung Grossklubs. Mit Schoder holte man den ZSC Ersatzgoalie, als Nr. 1. Torhüter. Langnau hat mit Patrick Sutter (Kreuzbandriss), Daniel Aegerter (Adduktoren), Marco Schüpbach (Sehnenriss im Knie), Marc Leuenberger (Gehirnerschütterung) und Michel Kamber (Nasenbeinbruch), und Marcel Moser (Schnittverletzung an der Hand) viele Velrletzte Spieler. Fraglich ist zudem der Einsatz von Oskar Ackeström (Schleimbeutelverletzung im Ellenbogen). Das Ziel von Langnau ist das Playoff, das Ziel von Zug das Halbfinale. Bereits vor Saisonbeginn hat Langnau 6 Ausländer verpflichtet. Langnau muss gegen direkte Konkurrenten wie Genf, Kloten, Fribourg und Basel Punkte einfahren. Gegen grosse Mannschaften wie Zug und mit diesen vielen Verletzten wird es schwierig.
Tipp Zug
Ambri-Basel
Bei Ambri-Piotta setzt man wie immer auf starke Ausländer und will wieder in die Halbfinals. Beim EHC Basel ist der Star an der Bande. Kent Runke, der nach der Ausmusterung mit dem Titelgewinn vom SC Bern vorletzte Saison an den Rhein wechselte. Nach dem Aufstieg in die Nationalliga A konnte man ausser Paul Di Pietro zwar alle Wunschtransfers holen, trotzdem ist der Spielermarkt nach dem Aufstieg immer ausgetrocknet. Das einzige Ziel für Basel kann der Liga erhalt sein. Basel wechselte seit dem Aufstieg mehr als die halbe Mannschaft aus, was meistens nicht unproblematisch ist. Der Sturm ist sehr dünn besetzt.
Tipp: Ambri
Rapperswil-Davos
Saison 1 nach dem Lock Out betrifft vor allem den HC Davos. Wurde man in der vergangenen Saison vor allem dank den NHL Stars Thornton und Nash Schweizer Meister, ist man diese Saison wieder auf ein kompaktes Team angewiesen. Die finanziellen Möglichkeiten sind beim HCD immer beschränkt. So setzt man auch auf Schweizer Nachwuchsspieler wie den Torhüter Hiller. Bei Rapperswil war vor allem die Verpflichtung vom Erfolstrainger Bill Gilligan ein Erfolg. Auf dem Eis hat man ein ähnliches Konzept wie der FC Thun. Ausgemusterte Spieler von anderen Clubs holen und die dann gut integrieren. Ein neues Beispiel ist dafür Claudio Micheli der vom ZSC kam. Mit der Verpflichtung von Brady Murray der eine Schweizer Lizenz hat (Sohn vom LA Kings Trainer Andy Murray) gelang Rapperswil sogar eine kleine Sensation. Davos hat von 10 Testspielen 9 verloren und das einte Spiel gewann man erst noch im Penaltyschiessen gegen Berlin. Trotzdem darf man in der Diners Club Arena einen anderen HCD erwarten. Rapperswil ist traditionell zu Saisonbeginn stark. Letzte Saison gab es zwar für Rapperswil in der Qualifikation zwei Siege gegen Davos. In Playoff Viertelfinal kam dann Davos mit einer 4:0 Serie weiter, doch so klar dies aussieht war es nicht. Rapperswil hielt in zwei Spielen bis in der Verlängerung gut mit. Doch ich würde weder auf Rapperswil noch auf Davos setzen, das Spiel ist offen mit Vorteil Rapperswil.
Fribourg-Genf
Der Trainer, Manager und Besitzer von Genf ist Chris Mc Sorley. Seit dem Aufstieg hat man die Playoffs immer geschaftt. Dieses Jahr wird es anders. Man hat das kleinste aller Nati A Budgets und spricht öffentlich doch vom Saisonziel Playoff Final. Hier klaffen Wirklichkeit und Träumerei weit auseinander. Auch bei Fribourg kann das Ziel nur Klassenerhalt heissen. Bei beiden Vereinen hängt vieles von den Ausländern ab. Der Fribourg Manager R.von Mentlen setzte extra ein Testspiel an um einen gesperrten Spieler zu schonen, d.h. das dieser die Spielsperre absetzen kann. Seit drei Jahren aber übertragen sich Spielsperren aus der Vorbereitung nicht mehr in die Meisterschaft. Nach dem Abstieg von Lausanne ist dies das einzige verbliebene Westschweizer Derby. Die Ausländer werden das Spiel zugunsten von einer Mannschaft entscheiden. Verlauf offen. Nicht wetten.