Re: 1/10 - 10/10 Tabelle
Robär schrieb:
Einsätze
10/10 1 Monatsgehalt
9/10 1/2 Monatsgehalt
8/10 1/4 Monatsgehalt
7/10 1/8 Monatsgehalt
6/10 1/16 Monatsgehalt
5/10 1/32 Monatsgehalt
4/10 1/65 Monatsgehalt
3/10 1/125 Monatsgehalt
2/10 1/250 Monatsgehalt
1/10 1/500 Monatsgehalt
Hm, grundsätzlich gefällt mir der Verlauf bei den hohen Confidences bei deiner Aufstellung nicht, denn wenn ich ein Monatsgehalt von € 2.000,- annehme, dann würde man nach deiner Aufstellung bei € 4,- anfangen. Ich würde hier im niedrigeren Bereich höhere Sätze annehmen, dafür oben nicht so weit hinaufgehen (z.B. würde ich nicht einmal bei einer 10/10 ein Monatsgehalt setzen).
Ansonsten ist hier wohl zu unterscheiden ob wir von einer Confidence oder einer Einsatzhöhe reden, das hängt für mich nicht immer so klar zusammen, denn ich kann mir bei einem Spiel sehr sicher sein, gleichzeitig aber die Quoten nicht ausreichend für eine Wette finden. Das ist meines Erachtens nach ja die Krux an den Pimperlquoten. Man ist sich sehr sicher dass eine Mannschaft gewinnt (Bayern benötigt einen Sieg gegen einen Mittelständler um Meister zu werden und alles deutet auf den Sieg hin, das heißt ich kann mir sehr sicher sein dass es ein Bayernsieg wird, aber ist deshalb auch eine 1,03 mit 10/10 zu wetten?), aber die Quote muss deshalb noch lange nicht im selben Ausmaß zu spielen sein.
Das ist das eine, das andere ist das, dass zumindest ich meine Einsätze nicht nur am Value orientiere (den man ja auch durch 1-10/10 ausdrücken könnte), da ich bei gegebenem Value in einem Spiel mit einer niedrigen Quote mehr setze als in einem Spiel mit einer hohen Quote. Das mag falsch sein aus Sicht des Moneymanagements, für mich ist es nicht ganz abwegig, dass ich auf eine 1,2 mit 10% Value mehr setze als auf eine 300,0 mit 10% Value. Grundsätzlich wäre es ja klug, die Quote nicht zu beachten und sich nach Kelly zu orientieren, denn langfristig müsste man so besser fahren, nur ist da die Frage nach der "Langfristigkeit" zu stellen, denn ich möchte mit meinen Wetten in einem gewissen Zeithorizont eine gewisse Rendite erzielen - bei einer 300er Quote kann es seeeehr langfristig sein. [[grin]]
Für mich ist es ebenfalls eine Erklärung, dass ich bei kleinen Quoten weniger "empfindlich" hinsichtlich meiner Einschätzung bin. Täusche ich mich bei einer 1,2 in meiner Einschätzung um zwei Prozent, dann wird das nicht immer den Ausschlag zwischen Value oder eben nicht geben, bei einer 10,0 muss meine Einschätzung sehr gut passen, dann entscheiden meist 2% zwischen sein und nicht sein.
Zusammenfassend: Unterscheidung zwischen Confidence und Einsatzhöhe ist nötig, auch wenn sie hier bei vielen nicht gemacht wird. Dazu kommt - zumindest für mich - noch eine Berücksichtigung der Quotenhöhe, die wohl auch die meisten anderen - oft eher unbewußt - vornehmen.
Rein vom wissenschaftlichen Standpunkt ist letzteres vielleicht nicht optimal (das können die Statistiker sicher besser ausführen), aber menschlich. [[grin]]
Shining