Countdown zur WM 2018 in Russland: Spanien im Check (mit Wett-Tipps & Quoten)

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Nach der verkorksten WM 2014 hat Spanien mittlerweile zu alter Stärke zurückgefunden. Die Iberer, die von 2008 bis 2012 mit der Weltmeisterschaft und zwei Europameisterschaften alle möglichen Titel abräumten, haben eine souveräne Qualifikation gespielt. Bei den Wettanbietern wird das Team von Trainer Julen Lopetegui Argote als Mitfavorit gelistet. Der große Vorteil: Alle Spieler sind bei Topvereinen unter Vertrag, kennen sich also auf internationaler Bühne bestens aus und können auch mit Druck umgehen. Ein Vorrunden-Aus wie vor vier Jahren wird den Iberern nicht mehr passieren. Spanien spielt in der Vorrunde gegen Europameister Portugal (15. Juni, 20 Uhr), gegen den Iran (20. Juni, 18 Uhr) und gegen Marokko (25. Juni, 18 Uhr).

Zwischenzeitlich hatte Ende des vergangenen Jahres die Nachricht über einen möglichen WM-Ausschluss Spaniens für Furore gesorgt. Zum Hintergrund: Die Fifa legt großen Wert darauf, dass sich staatliche Organe nicht in die Angelegenheiten der jeweiligen Fußballverbände einmischen. In Artikel 19 der Weltverbands-Statuten ist genau das festgehalten. Er besagt: „Jeder Mitgliedsverband muss seine Belange eigenständig und ohne unzulässige Einflussnahme Dritter bestimmen.” Der konkrete Vorwurf an Spanien: Der Oberste Nationale Sportrat hatte den Fußballverband im vergangenen Mai zu Präsidentschafts-Neuwahlen gedrängt, nachdem Korruptionsvorwürfe gegen den damaligen Amtsinhaber Angel Maria Villar die Runde machten. Eine staatliche Einflussnahme, die klar gegen Artikel 19 verstößt. Doch mittlerweile ist das Thema weitgehend vom Tisch. Die Italiener, die sich Hoffnung auf ein Nachrücken machten, müssen daheim bleiben.

WM-Erfolge von Spanien

Lange Jahre sah es so aus, als könne Spanien bei Weltmeisterschaften keine großen Erfolge feiern. Immer wieder war im Viertelfinale noch gar noch früher Schluss. Erst bei der WM 2010 gelang der große Wurf. Da wurde die Selección in Südafrika Weltmeister durch ein 1:0 nach Verlängerung gegen die Niederlande.  In einem mit sieben gelben sowie einer gelb-roten Karte für die Niederländer und fünf gelben Karten für die Spanier sehr hart geführten Spiel waren die Iberer zwar über weite Strecken die dominierende Mannschaft, sie konnten dies aber erst in der 116. Minute zum 1:0-Endstand durch Andrés Iniesta umsetzen. Damit gewann Spanien erstmals und als achtes Land insgesamt, den WM-Titel. Ferner wurde Iker Casillas als bester Torhüter mit dem Goldenen Handschuh und David Villa als drittbester Spieler mit dem Bronzenen Ball ausgezeichnet. Villa belegte in der Liste der besten Torschützen torgleich mit Thomas Müller den zweiten Platz und erhielt den „Silbernen Schuh“.

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Nach dem WM-Sieg verbesserte sich die Mannschaft auf Platz eins in der FIFA-Weltrangliste mit dem höchsten bis dahin erreichten Wert von 1.883 Punkten. Im November 2010 wurde Spanien dann mit 1.920 Punkten gelistet.

In der Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2014 musste sich Spanien in der Europa-Gruppe I mit Frankreich, Finnland, Georgien und Weißrussland auseinandersetzen. Ungeschlagen gewann die Selección vor Frankreich die Gruppe. Lediglich in den Heimspielen gegen Frankreich und Finnland (jeweils 1:1) spielte Spanien unentschieden. Die anderen sechs Partien wurden gewonnen. Dennoch dauerte es bis zum letzten Spieltag am 15. Oktober 2013, ehe der Gruppensieg erzielt wurde. In Albacete setzten sich die Spanier gegen Georgien mit 2:0 durch und qualifizierten sich damit für die Weltmeisterschaft.

Bei der Vorrunde kam es im ersten Gruppenspiel zu einer Neuauflage des WM-Finales von 2010 gegen die Niederlande. In diesem Spiel verlor die spanische Mannschaft mit 1:5. Dies war die höchste Niederlage eines amtierenden Weltmeisters bei einer WM-Vorrunde. Zudem traf die Selección wie bereits in der Gruppenphase 2010 auf Chile und im letzten Gruppenspiel erstmals auf Australien. Das Spiel gegen Chile ging mit 0:2 verloren, somit war der Weltmeister Spanien bereits in der Gruppenphase ausgeschieden. Die Presse sprach vom Ende einer Ära und einer Götterdämmerung. Das unbedeutend gewordene abschließende Spiel gegen Australien wurde mit 3:0 gewonnen.

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Bei den Weltmeisterschaften zuvor (1986 bis 2006) war meist im Viertelfinale Schluss. 1998 schied man gar schon in der Vorrunde aus. Eine der größten Enttäuschungen der Geschichte der spanischen Nationalmannschaft war die Weltmeisterschaft 1982 im eigenen Land. Mit großer Euphorie wurde das Turnier erwartet, hatte das Land doch gerade erst politischen Isolationismus und Diktatur verwunden und die Transition hin zu einer Demokratie geschafft. Man wollte sich der Welt von der besten Seite zeigen, doch auf sportlicher Ebene glückte dies nicht. Schon in der ersten Gruppenphase hatten die von José Santamaría trainierten Spanier große Probleme, erreichte man doch im Auftaktspiel gegen Außenseiter Honduras nur ein 1:1. Zwar glückte gegen den vermeintlich schwersten Gruppengegner Jugoslawien ein 2:1-Sieg, doch gegen Nordirland verlor man mit 0:1 und erreichte nur mit Mühe die zweite Gruppenphase. Dort verlor man gleich das Auftaktspiel gegen Deutschland und erreichte auch gegen England nur ein Remis, wodurch die Spanier als Gruppenletzter aus dem Turnier ausschieden.

Die beste Endplatzierung – abgesehen vom Titelgewinn – erreichte die Selección im Jahr 1950 mit dem vierten Rang. Bei den beiden darauf folgenden Weltmeisterschaften konnte sich Spanien nicht qualifizieren.

Besser als bei Weltmeisterschaften klappt es bei den Spaniern bei Europameisterschaften. Nach dem überraschenden Titelgewinn 1964 dauerte es zwar mehr als 40 Jahre, ehe die Iberer im Jahr 2008 wieder Europameister wurden. Dafür gelang vier Jahre mit der Titelverteidigung ein bislang einzigartiges Kunststück in der Geschichte der europäischen Titelkämpfe.

Zwölf Spieler konnten zum zweiten Mal Europameister werden: Raúl Albiol, Xabi Alonso, Álvaro Arbeloa, Iker Casillas (beide Male als Kapitän), Santi Cazorla, Cesc Fàbregas, Andrés Iniesta, Sergio Ramos, Pepe Reina, David Silva, Fernando Torres und Xavi. Darüber hinaus wurde Andrés Iniesta als bester Spieler der EM gekürt und zehn spanische Spieler ins Allstar-Team berufen.

Der Weg zur WM 2018

Spanien spielte die WM-Qualifikation in der Gruppe G mit Liechtenstein, Italien, Albanien, Mazedonien und Israel. In zehn Spielen gelangen den Iberern neun Siege und ein Unentschieden beim 1:1 in Italien.  Das bedeuteten 28 Punkte und 36:3 Tore. Die höchsten Siege gelangen beim Vor- und Rückspiel gegen Liechtenstein (jeweils 8:0).  Zweiter wurde Italien, das bekanntlich dann in den Play-Offs an Schweden scheiterte.

Der Kader und der Trainer

Countdown zur WM 2018 in Russland: Spanien im Check (mit Wett-Tipps & Quoten)Seit Sommer 2016 ist Julen Lopetegui Coach der spanischen Nationalmannschaft. Die Qualifikation absolvierte der ehemalige Torhüter mit seinem Team souverän. Lopetegui war vor seinem Engagement beim FC Porto (Mai 2014 bis Januar 2016) Jugendtrainer beim spanischen Verband. 2012 wurde er mit der U19 Europameister, im Jahr 2013 dann Europameister mit der U21.  Fernando Hierro steht seit November 2017 dem Coach als Sportdirektor zur Seite. Der 49-Jährige hatte das Amt bereits in der Zeit von 2007 bis 2011 inne.  Hierro helfen, die Spannungen zwischen Schlüsselspielern und Führungspersonen des Fußballverbandes abzubauen, welche in Folge des Korruptionsverdachts gegen den suspendierten Präsidenten Ángel María Villar entstanden waren.

Der Kader ist erfahren und erfolgsverwöhnt. Alle Spieler sind bei europäischen Topvereinen engagiert, die spanische Liga zählt zu den besten der Welt. In den vergangenen Spielen eilten die Iberer von Erfolg zu Erfolg. Zuletzt gab es im November 2017 ein 5:0 gegen WM-Teilnehmer Costa Rica. Das war der sechste Sieg in Folge für La Roja. Leistungsträger sind Keeper David de Gea, die Innenverteidiger Gerard Piquè und Sergio Ramos, Andrés Iniesta, Isco, David Silva. Bestens aus der Bundesliga bekannt ist Thiago vom FC Bayern München, der zwar verletzungsanfällig ist, aber seinen Stammplatz sicher hat, wenn er gesund bleibt. In der Fifa-Weltrangliste belegt Spanien zurzeit den sechsten Platz.

Der Topstar bei Deutschland

Weltmeister, zweifacher Europameister, dreimaliger Champions-League-Sieger, vierfacher spanischer Meister. Sergio Ramos hat eigentlich genug Titel gewonnen, müsste sich keinem Druck mehr aussetzen, sondern könnte vieles ruhiger angehen lassen. Seit 13 Jahren ist der Innen- und Rechtsverteidiger eine feste Größe im spanischen Nationalteam. Mit 18 Jahren und 361 Tagen war Ramos der jüngste Debütant im spanischen Team seit 64 Jahren. Der mittlerweile 31-Jährige ist Kapitän von Real Madrid und für viele Nachwuchsspieler ein Vorbild an Einsatz, Einstellung und Leistungsbereitschaft. Die WM in Russland dürfte das letzte große Turnier von Ramos sein. Mit Gerard Piquè (Barcelona) bildet Ramos seit vielen Jahren eine kongeniale Innenverteidigung.

Unsere Prognose: Kein Lapsus wie 2010

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Ein Vorrunden-Aus wie bei der WM 2010 wird den Spaniern ganz sicher nicht mehr passieren. Da gab es gleich zum Auftakt ein 1:5 gegen die Niederlande. Nun ist das erste Spiel aber auch gleich wieder das schwerste: Europameister Portugal zum Auftakt. Das ist eine ausgesprochen schwere Aufgabe, bietet aber gleichzeitig die Möglichkeit, schnell ins Turnier zu finden. Die weiteren Gegner Iran und Marokko dürften kein Problem für die Spanier bilden. Im Achtelfinale dann könnten Russland, Saudi-Arabien, Uruguay oder Ägypten die Gegner sein. Davor muss nun wirklich kein Spanier Angst haben. Spanien hat alles drauf, was ein möglicher Weltmeister benötigt. Viele Spieler sind sehr erfahren, manche Kritiker beklagen indes eine Überalterung des Teams. Unter die besten Vier kann Spanien allemal kommen. Und ab dem Halbfinale ist ja tatsächlich alles drin.

Wett-Tipps & Quoten: Deutschland bei der WM 2018

Bei Bet365 ist Spanien mit einer Quote von 8,50 gelistet, wenn das Team Weltmeister wird. Nur Deutschland, Brasilien und Frankreich haben eine geringere Quote. Die Experten trauen den Iberern also einiges zu. Wenn Alvaro Morata Torschützenkönig wird, dann gibt es 26 für eins. Bei einem Einzug ins Halbfinale der Spanier ins Halbfinale bietet bet365 eine Quote von 2,37. Das bedeutet: Auch die Experten trauen den Spaniern einiges zu.



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