Wettsteuer Ratgeber Deutschland – Wie kann man legal die Wettsteuer umgehen?

In Deutschland fällt auf jede Sportwette eine Abgabe von 5 Prozent an, die zumeist durch den Wettanbieter abgeführt wird. Viele Wett-Fans möchten die Wettsteuer umgehen bzw. suchen nach Wetten ohne Steuer oder einem Wettanbieter ohne Wettsteuer. Wir haben uns für euch alle Optionen für steuerfreie Wetten angeschaut und diese Infos rund um das Thema „Wettsteuer Deutschland“ in diesem Wettsteuer Ratgeber zusammengefasst.

Das Wichtigste in Kürze
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DE

Die besten Anbieter ohne Wettsteuer

1

Megapari Sportwetten

  • Erhebt keine Wettsteuer
  • 100%-Willkommensbonus bis zu 100 €
  • Sehr viele Zahlungsmethoden
2
  • Keine Wettsteuer für deutsche Kunden
  • Viele Einzahlungsmethoden verfügbar
  • Vielfältige Boni vorhanden
3
  • 5% Wettsteuer wird vom Buchmacher übernommen
  • Keinerlei negativer Einfluss auf die Quoten
  • Hohe Auszahlungsquoten & riesige Auswahl an Wettmärkten
4
Zulabet Logo 329x100

ZulaBet

  • 100% bis 200€ Bonus
  • Keine Wettsteuer & viele Bonusaktionen
  • Hilfreicher Kundensupport
5
Betago Logo 329x100

Betago

  • Keine Wettsteuer
  • 100% Willkommensbonus bis zu 100€
  • Hohe Quoten, auch auf Fußball-Amateurligen
6

888sport

  • Keine Wettsteuer für deutsche Kunden
  • Viele Einzahlungsmethoden verfügbar
  • Kein negativer Einfluss auf die Quoten
7

SportEmpire Sportwetten

  • Keine 5% Steuer für deutsche Kunden
  • Top Live Center mit hervorragender Auswahl
  • Attraktiver Willkommensbonus für neue Spieler
8

Betsson

  • Erlässt euch die Wettsteuer
  • Sehr gute Livestreams
  • 100% bis 100€ Bonus mit fairen Umsatzbedingungen
9
  • Keine Wettsteuer
  • Attraktive Wettquoten
  • Willkommensbonus: 20% Cashback + 500€

Wie kann ich die Wettsteuer legal umgehen?

Die Wettsteuer kann mitunter ärgerlich sein, da sie von euren Gewinnen abgezogen wird. Doch es gibt Wege, wie ihr euch nicht weiter darum kümmern müsst und wie ihr euch wirklich über den Betrag freuen könnt, der euch auch in Aussicht gestellt wurde. Wir erklären euch hier in unserem Wettsteuer Ratgeber, wie ihr die Wettsteuer problemlos umgehen könnt.

Die einfachste Wettsteuer-Umgehung: Steuerfreie Buchmacher

Wettsteuer Ratgeber

Neben Lösungen im Graubereich gibt es noch weitere Wege zu steuerfreien Sportwetten. (Bild: Pixabay | © Capri23auto & freepik.com | © user9023173)

Die Lösung ist simpel: Längst nicht jeder Buchmacher verlangt die Wettsteuer in Deutschland!

Selbst wenn die meisten Buchmacher, die in Deutschland aktiv sind, mittlerweile die Wettsteuer an die Kunden weitergeben, gibt es doch noch ein paar Wettanbieter, die darauf verzichten. Somit kann jeder Kunde in Deutschland recht einfach die Wettsteuer umgehen und trotzdem völlig legal Wetten abschließen (mehr zum Thema ‚Darf man online wetten?‘).

Allerdings ist die Wettsteuer nur ein Faktor von vielen, die bei der Auswahl eines Buchmachers ins Kalkül gezogen werden müssen. Auch die Quoten und nicht zuletzt die Seriosität sind sehr relevante Aspekte. Es kann nämlich durchaus sein, dass ein Buchmacher mit Wettsteuer bessere Quoten hat als ein Wettanbieter ohne Wettsteuer. Das lässt sich aber nur im Einzelfall mit einem Quotenvergleich genau klären.

Tendenziell ist es zweifellos so, dass Wettanbieter ohne Wettsteuer dem Kunden einen spürbaren Vorteil bringen. Andererseits ist bei Bookies mit Wettsteuer die Wahrscheinlichkeit geringer, dass jene unseriös agieren.

Ein Zweitwohnsitz als Lösung im Graubereich

Insbesondere in den Grenzregionen gibt es viele Deutsche, die einen Zweitwohnsitz in einem anderen Land haben. In diesem Fall ist es durchaus möglich, den Zweitwohnsitz als Adresse zu verwenden und auf diese Weise bei einem Wettanbieter ohne Steuer zu setzen.

Allerdings ist diese Lösung wahrscheinlich nur dann komplett legal, wenn die Wetten lediglich vom Zweitwohnsitz aus platziert werden. Ob dies irgendwann einmal nachgeprüft wird, ist eine ganz andere Frage. In jedem Fall bewegt sich der Kunde im Graubereich mit dieser Lösung.

Uns ist allerdings kein Fall bekannt, in dem dies einmal zu juristischen Problemen geführt hätte. Einfacher und sicherer ist in jedem Fall die Option, einen der Buchmacher zu nutzen, der auch für Kunden in Deutschland Wetten ohne Steuer anbietet. 

Speziell aber nicht empfehlenswert: Wettsteuer durch Proxy oder VPN umgehen

Auf einfache Weise dem Buchmacher einen anderen Standort übermitteln und steuerfrei wetten – das geht. Wir zeigen euch in unserem Wettsteuer Ratgeber, wie es funktioniert, raten aber gleichzeitig davon ab, denn spätestens beim Identitätscheck, wenn es zu einer Auszahlung kommt, müsst ihr euren Wohnort preisgeben.

Wenn sich ein Sportwetten-Fan aus Deutschland bei einem Buchmacher anmeldet, erkennt die Webseite aufgrund der übermittelten IP-Adresse, dass der neue Kunde in Deutschland ansässig ist. Sobald Deutschland als Standort identifiziert ist, wird die Wettsteuer bei der Registrierung aktiviert. Zudem muss der Kunde seine Adresse angeben und diese liegt ebenfalls in Deutschland, sodass es zwei relevante Faktoren gibt, anhand derer der Anbieter die Pflicht zur Wettsteuer sicher verorten kann.

Somit sieht es zunächst einmal so aus, als ob es keine Möglichkeit gäbe, die Wettsteuer zu vermeiden. Allerdings wissen technisch versierte Internetnutzer, dass es durchaus möglich ist, dem Browser einen anderen Standort vorzugaukeln. Solche Methoden sind nicht nur verwendbar, um bei den Bookies, die hierzulande die Wettsteuer abgeben, steuerfrei wetten zu können. Damit habt ihr faktisch ebenfalls die Chance, solche Dienste zu nutzen, die in Deutschland gar nicht zugänglich sind. Das betrifft zumeist Buchmacher, die sich aufgrund der Steuer und/oder anderer gesetzlicher Gegebenheiten ganz vom deutschen Markt zurückgezogen haben.

Ein sehr prominentes Beispiel war lange Zeit Betfair. Viele Fans des Sportwetten-Dienstes wollten die Betfair Deutschland Sperre umgehen und haben dafür jahrelang eine der nachfolgenden Methoden verwendet. Mittlerweile ist Betfair aber wieder für deutsche Wetter verfügbar.

Wettsteuer Ratgeber: VPN oder Proxy nutzen

Man kann die Wettsteuer theoretisch auch durch einen Proxy oder VPN Server umgehen – auch, wenn wir das nicht empfehlen. (Bild: freepik.com | © tbaodatui & freepik.com | © nexusby)

Proxy

Im Browser ist es möglich, einen Proxy-Server einzustellen, über den die Internetverbindung hergestellt wird. Dadurch wird die eigentliche IP-Adresse verschleiert. Es gibt im Internet eine ganze Reihe nutzbarer Proxy-Server, die zum Beispiel auch genutzt werden, um gesperrte YouTube-Videos oder ähnliche Dinge in Deutschland nutzen zu können. Diese Lösung ist in der Regel kostenlos und schnell umsetzbar.

VPN

VPN steht für Virtual Private Network und ist die Luxuslösung für Internetnutzer, die ihre IP-Adresse nicht preisgeben und so die Wettsteuer Deutschland umgehen möchten. Es gibt diverse VPN-Anbieter, die allerdings bei entsprechender Leistung (Datendurchsatz) kostenpflichtig sind. Zudem muss eine Software installiert werden. Der Vorteil dieser Lösung ist, dass sie sehr komfortabel ist. Bei den meisten kostenpflichtigen Anbietern ist es unter anderem auch möglich, detailliert festzulegen, über welches Land die virtuelle Verbindung erfolgen soll. Das ist zum Beispiel dann interessant, wenn bestimmte Länder für eine Registrierung bei einem Buchmacher gesperrt oder Buchmacher eben nur in einigen wenigen Staaten zugänglich sind.

Wettsteuer vs. Quoten: Die Steuer-Regelung des Bookies hat Einfluss auf die Wettquoten

Aufgrund der Wettsteuer müssen Sportwetten-Fans die angebotenen Quoten stets mit zweierlei Augen betrachten bzw. eine Gegenrechnung durchführen, wie hier im Beispiel: Wir vergleichen nachfolgend einen Wettanbieter ohne Wettsteuer mit einem solchen, der die Steuer abgibt bzw. diese an seine Kunden weiterreicht:

Ausgangslage
  • Einsatz: 100 Euro
  • Wett-Typ/Quote: Einzel- oder Kombinationswette mit einer Gesamtquote von 3,0.

 

Ohne Steuer
  • 100 Euro x Wettquote 3,0 = 300 Euro Gewinn
Mit Steuer
  • (Nach Steuerabzug) 95 Euro x Wettquote 3,0 = 285 Euro Gewinn

Nehmen wir nun an, der Anbieter, der die Wettsteuer Deutschland nicht an seine Kunden weitergibt, würde mit weniger lohnenden Quoten arbeiten, das Ticket würde also vielleicht nur eine Gesamtquote von 2,8 oder 2,9 aufweisen. In diesem Fall wäre die Nettoauszahlung bei einer Quote von 2,9 (290 Euro) besser und bei einer Quote von 2,8 (280 Euro) schlechter als beim Konkurrenten mit Wettsteuer.

Grundregel: Die Quoten dürfen bei einem Wettanbieter, der keine Wettsteuer abzieht, nicht mehr als 5% niedriger sein, sonst ist es kein Vorteil gegenüber Anbietern mit Wettsteuer.

Wichtige Lektion: Ihr solltet Buchmachern, die Wetten ohne Steuer anbieten, nicht automatisch die besseren Gewinnmöglichkeiten zuschreiben. Rechnet also am besten immer einmal nach.

Das sind die besten neuen Wettanbieter:
Aufgenommen: 10.01.2020

90%
100 % bis 200 €

Aufgenommen: 21.10.2018

78%
100% bis 100€

Aufgenommen: 30.10.2019

84%
20% Cashback + 500€

Aufgenommen: 25.03.2020
mega-pari-logo

83%
100% bis 100€

Wetten ohne Wettsteuer – die besten Sportwettenanbieter für Wetten ohne Steuer

Deutschland ist und bleibt für Bookies ein wichtiger Markt – trotz Wettsteuer-Problematik. Um dennoch möglichst gute Gewinne zu erzielen, wird die staatliche Abgabe kurzerhand auf die Kunden übertragen, was sich selbstverständlich auf die Erlöse auswirkt – je höher der Gewinn, desto größer die Einbußen bzw. der Steuerabzug.

Aber auch hinsichtlich der Quoten sind häufig Nachteile zu verzeichnen: Nach der Einführung der Wettsteuer sind die Quoten tatsächlich bei einem großen Teil der Buchmacher, die die Abgaben machen, deutlich gesunken. Auf der anderen Seite bieten Sportwetten-Portale, die sich vom deutschen Markt zurückgezogen haben, plötzlich ein erheblich verbessertes Wettquotenniveau.

Werfen wir aber nun einen Blick auf die besten Sportwettenanbieter ohne Wettsteuer:

betsson

Betsson LogoDer schwedische Anbieter betsson gehört zu den Giganten im europäischen Sportwettenmarkt und ermöglicht euch wettsteuerfreie Gewinne.

betsson punktet vorallem durch sein gutes Wettangebot und durch seine ergänzenden Angebote, wie zum Beispiel eines der besten Livestream-Programme auf dem Markt.

Aber auch betsson kann die Wettsteuer nicht verschenken, sondern ihr findet hier ein Quotenniveau, das nicht mit den absoluten Top-Quoten anderer Anbieter mithalten kann – damit gleicht betsson die Wettsteuer aus, die das Unternehmen nicht an die Kunden weiterreicht.

Für Neukunden wartet ein Bonus von 100% bis 100 Euro auf die erste Einzahlung auf euch, so dass sich ein Besuch bei betsson auf jeden Fall lohnt.

Megapari

Megapari LogoBei Megapari wartet ein riesiges Wettangebot auf euch. Hier findet ihr auch ausgefallene Wetten auf TV-Shows oder eSports, Virtual Sports oder kleinere Sportarten, so dass das Wettprogramm von Megapari immer wieder Überraschungen für euch parat hat.

Der Anbieter kommt hinzu noch komplett ohne Wettsteuer aus. Dafür bewegen sich die Quoten bei Megapari auch nur im guten Mittelfeld, der Anbieter gleicht die Vereinfachung beim Thema Wettsteuer also vermutlich über diesen Weg aus.

Als neuer Wettanbieter hält Megapari zudem ein tolles Casino-Programm bereit und lockt Neukunden mit einem 100-Prozent-Bonus bis zu 100 Euro. Megapari hat in kurzer Zeit als echter Kontrahent für die großen etablierten Online-Wettanbieter etabliert.

CBet.gg

CBet.gg LogoAuch CBet.gg ist noch recht neu auf dem Markt und fährt ein immenses Wettangebot auf! In eigentlich allen Bereichen, die wir in unseren Tests abdecken, kann Cbet.gg ordentlich punkten, leichten Punktabzug gab es lediglich beim Thema Service & Support, da nur wenige deutschsprachige Mitarbeiter verfügbar sind.

Grundsätzlich spielt ihr als deutsche Kunden auch bei CBet.gg komplett steuerfrei und bekommt von der Abgabe nichts weiter mit. Auch hier bewegen sich die Quoten deshalb nur im durchschnittlichen Bereich.

Außergewöhnlich ist bei Cbet.gg auch die Höhe des Cashback-Bonus, der auf euch wartet: Ihr könnt bis zu 200.000 Euro als Rückzahlung erhalten, was besonders für extreme High Roller sehr interessant sein kann.

Was genau ist die Wettsteuer und wer ist betroffen?

Nur Kunden mit deutschem Wohnsitz müssen sich über die Wettsteuer Gedanken machen, unser Wettsteuer Ratgeber hält aber auch für Spieler aus Österreich und der Schweiz nützliche Informationen bereit (siehe unten).

Es handelt sich bei dieser Steuer nicht um eine Spielersteuer, sondern um eine Buchmacher-Steuer. Jeder Wettanbieter muss demzufolge auf die Einsätze einen Betrag in Höhe von 5 Prozent bezahlen. Die Kunden sind also faktisch nicht steuerpflichtig, aber die Buchmacher haben die Möglichkeit, die Abgaben direkt an die Tipper weiterzugeben.

In der Praxis geschieht dies dadurch, dass sie entweder den Einsatz oder den Wettgewinn versteuern. Beides führt letztlich dazu, dass ihr einen Verlust in Höhe von 5 Prozent hinnehmen müsst. Das ist selbstverständlich äußerst unangenehm – nicht nur hinsichtlich der direkten finanziellen Einbußen. Denn die Steuer wirkt sich leider zusätzlich auf die Quoten aus. Gut, dass man die Wettsteuer Deutschland auf unterschiedliche Weisen umgehen, sprich vollkommen steuerfrei wetten kann.

Hat die Wettsteuer Vorteile?

Es scheint zunächst paradox, aber heute ist die Wettsteuer in Deutschland an manchen Stellen sogar als positiv anzusehen:

Nach wie vor geht eine starke Regierungslobby in Berlin rigoros gegen die privaten Buchmacher im Netz an, wodurch der staatliche Anbieter Oddset geschützt wird. Inzwischen können aber selbst die aktivsten Kritiker die gesamte Buchmacher-Branche kaum noch an den Rand der Legalität drängen. Sportwetten sind zu einer Normalität in Deutschland geworden. Nicht einmal die redegewandtesten Politiker vermögen es, zu erklären, warum Sportwetten-Portale gemieden werden sollen, wenn auf der anderen Seite die Staatskasse mithilfe ihrer Dienste bzw. der erhobenen Wettsteuer kräftig gefüllt wird.

Hierbei handelt es sich um einen nicht lösbaren Widerspruch, der dem hiesigen Markt nicht nur gutgetan, sondern ebenfalls stark dazu beigetragen hat, dass es 2021 endlich eine landesweite gesetzliche Regelung geben wird.

Wie gehen die Buchmacher mit der Thematik „Wettsteuer Deutschland“ generell um?

Tatsächlich gibt es bei den Bookies ganz unterschiedliche Umgangsweisen mit der Wettsteuer:

Die meisten Buchmacher in Deutschland geben die Wettsteuer an ihre Kunden weiter. Das ist vollkommen legal und kein Zeichen von unseriösem Verhalten. Dennoch möchtet ihr natürlich am liebsten Wetten ohne Steuer abschließen, womit Wettanbieter ohne Wettsteuer vordergründig in puncto Kundenfreundlichkeit immer ein deutliches Plus haben.

  • 1
    Die größte Gruppe der Bookies, die die Steuer annehmen, belastet die letztendlichen Bruttogewinne ihrer Kunden. Andere übertragen die Steuer auf den Wetteinsatz, der sich dann entsprechend verringert. Die besten Voraussetzungen bekommt ihr bei den Buchmachern, die die Steuer abgeben, aber die Wettsteuer weder vom Einsatz noch vom Gewinn erheben.
  • 2
    Generell dürft ihr euch natürlich nicht zu sehr von steuerfreien Wetten verleiten lassen. Prüft stets die allgemeine Güte des jeweiligen Bookies, bevor ihr dort setzt. Denn es gibt auch solche Sportwetten-Portale, die zwar Kunden aus Deutschland annehmen, die Wettsteuer allerdings nicht entrichten. Hier solltet ihr euch ganz besonders genau von der Seriosität überzeugen.
  • 3
    Und dann gibt es noch die Anbieter, die die Steuer bei bestimmten Wetten ausschließen oder eben nur auf diese anwenden. Es kann zum Beispiel sein, dass Kombiwetten ab drei Spielen mit einer Mindestquote von je 1,40 steuerfrei sind.

Wieder andere seriöse und mitunter sehr beliebte Buchmacher haben sich nach der Einführung der Wettsteuer (zumindest temporär) komplett aus Deutschland zurückgezogen. Ein solches Vorgehen ist für die Fans des jeweiligen Dienstes natürlich besonders ärgerlich. Leider gehörte zwischenzeitlich auch die weltgrößte Wettbörse Betfair zu diesem Kreis. Mittlerweile ist dessen Sportwetten-Portfolio jedoch hierzulande wieder zugänglich.

Hier noch einmal die häufigsten Verfahrensweisen mit der Wettsteuer Deutschland anhand konkreter Beispiele zusammengefasst:

Ausgangslage
  • Fiktives Guthaben/Einsatz: 100 Euro
  • Quote: 10,0
  • Möglicher Gewinn: 1.000 Euro

 

Variante A: Die Wettsteuer wird direkt vom Einsatz abgezogen
  • Verbleibendes Einsatzgeld nach Abzug der Wettsteuer: 95 Euro
  • Quote: 10,0
  • Möglicher Gewinn: 950 Euro

 

Variante B: Die Wettsteuer wird schließlich vom Gewinn subtrahiert
  • Einsatz: 100 Euro
  • Quote: 10,0
  • Möglicher Gewinn: 1.000 Euro
  • Gewinn nach Abzug der Wettsteuer: 950 Euro

 

Variante C: Die Wettsteuer wird vom Buchmacher übernommen
  • Einsatz: 100 Euro
  • Quote: 10,0
  • Möglicher Gewinn: 1.000 Euro
  • Gewinn da kein Abzug der Wettsteuer: 1.000 Euro

Diese Beispiele zeigen zwar, dass zwischen den üblichen Vorgehensweisen der Steuerübertragung durch die Buchmacher an ihre Kunden letztendlich keine Unterschiede für euer Gewinnpotenzial resultieren. Sie verdeutlichen jedoch auch, dass euch durch die Weitergabe der Wettsteuer ein erheblicher Nachteil entsteht.

Der eingeschränkte Gewinn lässt sich zudem auf die Quote zurückrechnen, womit diese von 10,0 auf 9,5 sinkt. Dieser Sachverhalt ist alles andere als schön. So ist es durchaus verständlich, wenn ihr die Wettsteuer umgehen möchtet und euch auf die Suche nach einem Wettanbieter ohne Wettsteuer macht.

Um das hier noch einmal hervorzuheben: Gleichzeitig solltet ihr aber immer darauf achten, dass es sich bei der schlussendlich von euch gewählten Option, Sportwetten ohne Steuern abzuschließen, auch um eine seriöse und nicht zuletzt legale Lösung handelt. 

Was bedeutet die Wettsteuer für die Wettanbieter?

Die besten Bookies verfahren mit einem hohen Auszahlungsschlüssel, sie bieten also sehr hohe Wettquoten. Liegen Auszahlungsquoten von 93 bis 95 Prozent vor, ist die eigene Marge klarerweise recht gering. Tritt dann noch eine Belastung von fünf Prozent ein, macht sich dies natürlich selbst für größere Glücksspielunternehmen schmerzlich bemerkbar.

Daraus ergibt sich: Nicht alle Buchmacher können bei gleichbleibend gutem Service die Abgaben selbst tragen.

Diese Alternativen haben die Buchmacher:
  • Wettanbieter ohne Wettsteuer, also solche, die die Steuer zwar abgeben, aber nicht an ihre Kunden weiterreichen, versuchen das Minus beispielsweise mit einer verstärkten Präsenz außerhalb von Deutschland zu kompensieren.
  • Manche können die Verluste aber auch durch weitere Dienste, wie zum Beispiel die Bereitstellung stationärer Wettshops, in denen dann die Wettsteuer angerechnet wird, auffangen.
  • Wieder andere dämmen – und das ist unserer Meinung besonders nachteilig für die Kunden – einfach ihre Leistungen ein. Das kann sich negativ auf das Wettangebot, den Support und sogar die Sicherheit auswirken.

Demzufolge ist es in gewisser Hinsicht gar nicht so schlecht, auf Sportwetten ohne Steuer zu verzichten bzw. die Wettsteuer Deutschland auch mal positiv zu sehen.

Ist ein nachträglicher Einzug der Wettsteuer durch das Finanzamt möglich – sind Spieler davon betroffen?

Wettsteuer Ratgeber Finanzamt

(Bild: Pixabay | © hrohmann)

Buchmacher müssen die Wettsteuer in Deutschland bezahlen, gegebenenfalls auch nachträglich, nicht aber der Kunde. Bei den Buchmachern, die für den Kunden die Wettsteuer übernehmen, gibt es überhaupt kein Problem, denn diese sind steuerpflichtig und nicht diejenigen, die dort setzen.

Es liegt zudem auf der Hand, dass ein ganz normaler Sportwetten-Fan kaum dazu in der Lage ist, zu beurteilen, ob ein Buchmacher die Wettsteuer ordnungsgemäß abführt oder nicht. Letztlich ist der Kunde darauf angewiesen, dem Buchmacher zu vertrauen.

Nach unserer Einschätzung ist es so, dass die seriösen Buchmacher, die in Europa lizenziert sind, die Wettsteuer ordnungsgemäß abführen. Das wird nicht zuletzt auch daran deutlich, dass es nach der Einführung der Wettsteuer einige Wettanbieter gegeben hat, die sich vom deutschen Markt zurückgezogen haben. Eine illegale Lösung wäre für einen Buchmacher in Europa in jedem Fall sehr riskant.

Etwas anders ist die Situation bei Buchmachern mit Sitz außerhalb der Europäischen Union. In diesem Fall lässt sich kaum kontrollieren, ob die Buchmacher die Wettsteuer abführen oder nicht. Bei einigen Anbietern mag dies der Fall sein, bei anderen nicht.

Aber auch bei diesen Buchmachern gilt, dass nicht der Kunde steuerpflichtig ist, sondern der Buchmacher. Ärger mit den Steuerbehörden kann deswegen immer nur der Wettanbieter bekommen, nicht aber der Sportwetten-Kunde. Uns ist kein einziger Fall bekannt geworden, bei dem ein Kunde einmal belangt worden wäre, weil ein Wettanbieter in Deutschland illegal Wetten angeboten hat. Es sind immer die Buchmacher, die sich vor der Justiz bzw. den Steuerbehörden verantworten müssen und das ist auch gut so. Ohnehin gäbe es keine Handhabe für eine Steuernachforderung, denn Sportwetten-Gewinne sind in Deutschland erst einmal steuerfrei.

Die Wettsteuer in der Schweiz und in Österreich

Nicht selten wird die Wettsteuer dem gesamten deutschsprachigem Raum zugesprochen. Das können wir in unserem Wettsteuer Ratgeber jedoch klar verneinen! Denn sie ist eine rein deutsche Erfindung. Die Sportwetten Steuer in der Schweiz und Österreich wird nämlich nicht an Spieler weiteregegeben. Deshalb müssen sich Wetter mit Wohnsitz in Österreich oder der Schweiz keinerlei Gedanken um die Wettsteuer machen – sie können stets steuerfrei setzen, zumindest solange sie sich im eigenen Land befinden.

Entscheidend für die Annahme der Wettsteuer ist tatsächlich der Aufenthaltsort, nicht die reine Staatsangehörigkeit. Diejenigen, die aus Österreich oder der Schweiz nach Deutschland reisen und hier bei einem Buchmacher spielen, der die Wettsteuer an den Staat abführt und diese an seine Kunden überträgt, müssen sie ebenfalls bezahlen.

Gerade in Österreich dürfte eine Steuer auf Wetten niemals ein Thema sein. Der Alpenstaat gehört seit Jahren zu den Vorreitern in Sachen Sportwetten-Liberalisierung. Nicht ohne Grund haben zahlreiche namhafte Bookies ihre Wurzeln dort. Fakt ist: Steuern werden in Österreich niemals auf Wetten berechnet.

In der Schweiz sind Wettgewinne eventuell einkommensteuerpflichtig, es gibt dort jedoch keine zusätzlichen Abgaben, die vom Buchmacher auf die Gewinne an sich berechnet werden. Die gesetzlichen Ausgangslagen sind hinsichtlich der Einkommenssteuer zwischen den Kantonen unterschiedlich. Zumeist werden Reingewinne von mehr als 1.000 Euro zum Einkommen addiert bzw. steuerlich belangt. Daher müssen die Eidgenossen genau Buch führen, um komplett legal Sportwetten abschließen bzw. entsprechende Gewinne erhalten zu können.

FAQ – Wettsteuer

⚽ Was ist die Wettsteuer bei Sportwetten?

Seit 2012 ist in Deutschland gesetzlich geregelt, dass auf jede Sportwette eine Abgabe an den Staat gezahlt werden muss. Das gilt sowohl für Online-Wetten als auch für Sportwetten in stationären Wettshops.

〽️ Wie hoch ist die Wettsteuer in Deutschland?

In Deutschland fallen pro Wette 5 Prozent Wettsteuer an. Diese werden auf den Einsatz bei der jeweiligen Wette gerechnet. Der Wettanbieter kümmert sich in der Regel darum, dass diese Steuer abgeführt wird, es gibt aber unterschiedliche Herangehensweisen.

⚖️ Wie kann ich die Wettsteuer legal umgehen?

Der einfachste Weg, die Wettsteuer legal zu umgehen, ist die geschickte Auswahl eines Wettanbieters. Es gibt einige Wettanbieter, die die Wettsteuer für die Kunden übernehmen und nicht weiterreichen (siehe: Die besten Sportwettenanbieter für Wetten ohne Steuern). So fällt die Steuer für euch nicht an, der Wettanbieter wird diese Ausgabe aber in seiner Quotenkalkulation berücksichtigen, damit er keinen Verlust macht.

❌ Bei welchen Wettanbietern fällt keine Wettsteuer an?

Ihr könnt unter anderem bei den Online-Wettanbietern betsson, Megapari oder Cbet.gg wettsteuerfrei wetten. Allerdings spiegelt sich dies bei allen Anbietern im Quotenniveau wieder.

⚠ Gibt es auch in der Schweiz und Österreich eine Wettsteuer?

Die Wettsteuer ist eine Erfindung aus Deutschland. In der Schweiz und in Österreich fällt sie nicht an. Entscheidend ist für die Bewertung allerdings, von wo aus ihr euch anmeldet und die Wetten abgebt, nicht die Staatsangehörigkeit.

Fazit: Wettsteuer umgehen, ist nicht schwer und völlig legal möglich

Unser Wettsteuer Rategeber hat (hoffentlich) verdeutlicht, dass es hierzulande nicht schwer ist, Wetten ohne Steuer abzuschließen. Ihr müsst dafür nicht einmal Tricks wie Bookie-Zugänge über VPN oder Proxy anwenden. Tatsächlich werden euch solche Vorgehensweisen sogar in Schwierigkeiten bringen und wir raten generell davon ab.

Am besten meldet ihr euch einfach bei einem der Wettanbieter ohne Wettsteuer an. Prüft diesen jedoch vorher unbedingt auf Seriosität und Kundenfreundlichkeit. Wenn der Bookie eurer Wahl gar keine Wettsteuer an den deutschen Staat überweist, ist immer besondere Vorsicht geboten. Das heißt jedoch nicht, dass ihr die Dienste solcher Buchmacher immer unbedingt vermeiden müsst. Bei Buchmachern mit Wettsteuer habt ihr jedoch in der Regel eine zusätzliche (jedoch nicht garantierte) Sicherheit vor Betrug.

Zusätzlich solltet ihr unserer Meinung nach grundsätzlich immer die Quoten vergleichen. Denn, wie wir gezeigt haben, kann es durchaus vorkommen, dass ein Sportwetten-Portal trotz Wettsteuer über die Quoten bessere Gewinnchancen bietet. Das ist jedoch zugegebenermaßen eher die Ausnahme.

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