Mexiko

Mexiko heißt der Auftaktgegner der deutschen Mannschaft bei der WM in Russland. Am 17. Juni um 17 Uhr kreuzen die Mittelamerikaner und der Weltmeister die Klingen in Moskau. Es ist das Auftaktspiel der Gruppe F. Die weiteren Gegner in der Gruppe sind Schweden und Südkorea. Die Mexikaner dürften sich in dieser Gruppe mit den Schweden um den zweiten Platz und dem damit verbundenen Einzug ins Achtelfinale streiten. Die Mittelamerikaner bestreiten ihre weiteren Spiele am 23. Juni um 17 Uhr in Rostow gegen Südkorea und am 27. Juni um 16 Uhr gegen Schweden. Mexiko ist ein Stammgast bei der Endrunde. Zum siebten Mal in Folge sind „El Tri“, wie die Mannschaft genannt wird, mit dabei. Es gilt allerdings, den Achtelfinalfluch zu beenden. Denn immer überstanden die Mexikaner die Vorrunde, konnten sich aber bei den jüngsten sechs Titelkämpfen nicht für das Viertelfinale qualifizieren. Zweimal klappte es mit der Runde der letzten Acht. Das war bei den Endrunden 1970 und 1986 so. Diese fanden in Mexiko statt. Insgesamt war „El Tri“ schon 16mal bei Weltmeisterschaften dabei.

  • Aktueller Kader

    Im Tor setzt Trainer Osorio Routinier Guillermo Ochoa von Standard Lüttich. Sein Stellvertreter ist Alfredo Talavera (Deportivo Toluca). Wer dritter Torwart wird und zur WM mitfährt, ist noch nicht geklärt: Hier kämpfen José de Jesús Corona (CD Cruz Azul) sowie Rodolfo Cota (Deportivo Guadalajara).

    Héctor Moreno (AS Roma), Néstor Araujo (Santos Laguna) und Diego Reyes (FC Porto) kämpfen in der Innenverteidigung um die beiden Platz in der Startelf. Es haben aber auch schon alle drei gespielt, weil Osorio oft Innenverteidiger auf die Außenverteidigerpositionen stellt. Auch der Frankfurter Carlos Salcedo (Eintracht Frankfurt) sowie Hugo Ayala (Tigres UANL) und Oswaldo Alanís (Dep. Guadalajara) haben gute Chancen, für den mexikanischen WM-Kader nominiert zu werden.

    Im zentralen defensiven Mittelfeld geht nichts an Andrés Guardado von Real Betis Sevilla vorbei. Vor oder neben ihm spielen Hector Herrera (FC Porto) und Jonathan Dos Santos von LA Galaxy. Backup ist Érick Gutiérrez (CF Pachuca). Mexiko spielt meist mit einem Angriffstrio, das meistens aus den Chicharito (West Ham) und Raul Jimenez (Benfica Lissabon) besteht und durch einen der vielen Flügelspieler, die im mexikanischen Kader stehen, komplettiert wird.

    Chancen dabei zu sein, haben wohl auch Carlos Vela (Real Sociedad), Giovani Dos Santos (LA Galaxy), Jesús Corona (FC Porto) und Hirving Lozano (PSV). Auch Spieler wie Javier Aquino oder der Deutsch-Mexikaner Jürgen Damm haben durchaus auch Chancen auf ein Ticket.

    Carlos Osorio ist seit 2015 schon Trainer der Mexikaner. Der Kolumbianer wird kurz vor Beginn der Endrunde 57 Jahre alt. Seine Profikarriere als Spieler musste Osorio bereits nach fünf Jahren wegen einer Knieverletzung beenden. Er arbeitete in England, in den USA, in Brasilien sowie in seinem Heimatland. Beim Spiel um Platz drei des Confed-Cups 2017 in Russland gegen Portugal (1:2) hatte sich Osario nicht im Griff. Aufgrund von ehrverletzenden Worten gegenüber dem Schiedsrichter wurde er für sechs Spiele gesperrt. Den CONCACAF Gold Cup 2017 verfolgte er von der Tribüne aus.
  • Der Weg Zur WM

    Als fünftes Team insgesamt sicherten sich die Mexikaner das Ticket für die WM in Russland. In der CONCACAF-Gruppe gab es keine einzige Niederlage. Deshalb die frühe Qualifikation.
  • Top-Stars

    Hector Herrera vom FC Porto ist Olympiasieger und gleichzeitig der auffälligste Mann im Team der Mexikaner. Der Mittelfeldspieler gehört zu den wichtigen Eckpfeilern im Team von El Tri. Er ist ungemein fleißig, geht keinem Zweikampf aus dem Weg und besitzt eine Pferdelunge. Seine öffnenden Pässe kurbeln das mexikanische Spiel an.

    Und er strotzt vor Selbstvertrauen: „Jeder kann sehen, was wir draufhaben und dass wir mit jedem Team der Welt mithalten können“, sagte Herrera während des Confed Cups. Bei der WM 2014 in Brasilien stand er in allen vier Spielen der Mexikaner in der Anfangsformation.
  • Prognose & Quoten

    Siege gegen Schweden und gegen Südkorea sind den Mexikanern auf jeden Fall zuzutrauen. Das wäre dann der erneute Einzug ins Achtelfinale. Kommt Mexiko tatsächlich als Gruppenzweiter weiter, dann blüht ihnen aber Brasilien als Achtelfinal-Gegner. Das könnte bedeuten, dass der Achtelfinal-Fluch wieder nicht besiegt wird.

    Die Runde der letzten 16 wäre dann wieder mal Endstation. Und so lautet auch unsere Prognose: Mexiko wird Gruppenzweiter in der Gruppe F und verliert dann im Achtelfinale gegen Brasilien.
  • Heiße Wetten

    Im Auftaktspiel wird den Mexikanern recht wenig zugetraut. Kein Wunder, denn Weltmeister Deutschland ist der Gegner. Bet365 bietet eine Quote von 8,0. Gegen Südkorea ist Mexiko Favorit bei einer Quote von 2,05. Und gegen Schweden wird den Mexikanern) bei einer Quote von 2,50 auch eher der Sieg zugetraut als den Schweden (2,87). Wird Mexiko Weltmeister gibt es eine Quote von 101,0 für 1.