Belgien

Von 1982 bis 2002 war Belgien bei jeder Weltmeisterschaft dabei. Dann aber gleich dreimal hintereinander nicht mehr. Das Comeback in der Weltspitze gelang erst vor vier Jahren bei der WM in Brasilien. Bei der jüngsten WM im Viertelfinale, ebenso bei der EURO 2016: Jetzt soll es für das Team aus Belgien bis ins Halbfinale gehen. Die „Goldene Generation“ mit Spielern wie Eden Hazard, Kevin de Bruyne, Romelo Lukaku ist im besten Altern, den Belgiern wird bei der WM in Russland einiges zugetraut. Die Vorrundengruppe G mit Panama (18. Juni), Tunesien (23. Juni) und England (28. Juni) ist absolut machbar. Gegen England spielte Belgien bislang übrigens zweimal bei einer WM. 1954 gab es ein 4:4, 1990 trafen die beiden Teams ebenfalls aufeinander. David Platt besorgte in der 119. Minute den entscheidenden Treffer für die Engländer.

  • Aktueller Kader

    Roberto Martinez ist seit 2016 Nationaltrainer Belgiens. Die Qualifikation hat der 44-Jährige ohne Niederlage absolviert. Da löste er etwas überraschend Marc Wilmots ab. Martinez ist Spanier und war zuvor auf Vereinsebene unter anderem für Everton und Swansea in der Premier League als Trainer tätig. Das Turnier in Russland ist seine erste WM als Trainer. Als Spieler kickte er unter anderem für Real Saragossa und Wigan Athletic. Martinez setzt bei seiner Mission auf prominente Hilfe und holte den früheren französischen Weltmeister Thierry Henry als Co-Trainer ins Boot. "Thierry bekommt eine wichtige Rolle, er wird etwas anderes mitbringen", sagte Martinez.

    Roberto Martinez verfügt über einen wirklich breiten Talente-Pool. Laut transfermarkt.de ist der Kader 600 Millionen Euro wert und damit einer der hochkarätigsten auf der ganzen Welt.

    Die klare Nummer eins im Tor der Belgier ist Thibaut Courtois vom FC Chelsea. Die 3er-Kette besteht aus einem Trio aus den vier Innenverteidigern Vincent Kompany (Manchester City), Thomas Vermaelen (FC Barcelona), Jan Verthongen und Toby Alderweireld (beide Tottenham Hotspur).

    Auf den Flügeln im Defensivbereich kamen zuletzt Rechtsverteidiger Thomas Meunier (Paris Saint-Germain) auf der linken Position Yannick Carrasco (Atletico Madrid) zum Zug. Für den gelernten Linksverteidiger Jordan Lukaku (Lazio Rom) wird es in diesem System schwierig einen Startplatz zu ergattern. Im defensiven Mittelfeld spielt Trainer Martinez am liebsten mit zwei robusten 6ern. Marouane Fellaini (Manchester United FC) ist dabei gesetzt. Neben ihm kamen zuletzt Axel Witsel vom chinesischen Club Tianjin Quanjian sowie Mousa Dembélé (Tottenham Hotspur) zum Einsatz. Davor kann auch Radja Nainggolan (AS Rom) als Bindeglied zur Offensive aufgestellt werden.

    Der Angriff ist der stärkste Mannschaftsteil der Roten Teufel. Mit Romelu Lukaku der seit dieser Saison bei Manchester United sein Geld verdient, hat man einen robusten, aber auch technisch begabten, klassischen Mittelstürmer in seinen Reihen. Er wechselte vor der Saison für 100 Millionen Euro von Everton nach Manchester. Lukaku profitiert dabei vom Zusammenspiel der Offensivstars Eden Hazard (Chelsea FC) und Dries Mertens (SSC Napoli). Noch nicht entschieden ist, ob Kevin De Bruyne etwas weiter hinter den Spitzen agiert. So tat er es zuletzt bei Manchester City.

    In der Offensive gibt es starke Backups. Lukaku kann beispielsweise durch Christian Benteke (Crystal Palace FC), Michi Batshuayi (Borussia Dortmund), oder Divock Origi (Liverpool FC/Wolfsburg) ersetzt werden. Batshuayis Einsatz bei der WM wackelt aber aufgrund einer Knöchelverletzung.

    Zudem stehen neben Joker Thorgan Hazard (Borussia Mönchengladbach) die Flügelspieler Mirallas, Chadli und Carrasco auch als „reine“ Offensivkräfte zur Verfügung.
  • Der Weg Zur WM

    In der Qualifikation traf Belgien auf Bosnien und Herzegowina, Griechenland, Estland und Zypern. Die Quali hatten die "Roten Teufel" ganz schnell eingetütet: Zwei Spieltage vor Abschluss stand Belgien als Gruppensieger fest.

    Insgesamt holte Belgien 28 Punkte aus zehn Spielen. Bei einem Remis und neun Siegen gelang den "Roten Teufeln" ein Torverhältnis von 43:6. Damit stellen die Belgier zusammen mit Deutschland die Mannschaft mit den meisten Treffern in der Qualifikation.
  • Top-Stars

    Es ist schwierig, in dieser mit überragenden Spielern gespickten Mannschaft einen Star herauszuheben. Wir haben uns an dieser Stelle für Eden Hazard entschieden, hätten aber auch Kevin de Bruyne oder Romelu Lukaku nehmen können. Hazard glänzt als Vorbereiter und auch als Torschütze. Der Spieler von Chelsea London zählt zu den besten Angreifern des Weltfußballs.

    Auf dem Weg zur WM steuerte Hazard sechs Tore und fünf Vorlagen bei. Hazard hat mittlerweile mehr als 80 Länderspiele auf dem Buckel. Bevor er zu Chelsea London wechselte, war er in der französischen Liga für den OSC Lille tätig. Mit diesem Klub wurde er auch Meister in Frankreich. Für Chelsea Hazard mittlerweile knapp 300 Spiele absolviert.
  • Prognose & Quoten

    Belgien hat eine sensationelle Mannschaft, die, gespickt mit großartigen Einzelspielern, alles erreichen kann – bis hin zum Sieg im Finale. Die Vorrunde mit den Gegnern Panama und Tunesien dürfte kein Problem sein. Bis zum letzten Vorrundenspiel gegen England dürfte sich Belgien schon qualifiziert haben. Auch das Achtelfinale mit Senegal, Polen, Japan oder Kolumbien dürfte kein Problem sein. Für Trainer Roberto Martinez gilt es halt, aus all den Individualisten eine Einheit zu bilden. Und die Spieler müssen dem Erwartungsdruck von Fans und Experten standhalten.
  • Heiße Wetten

    Bei bet365 sind die Belgier in allen drei Vorrundenspielen favorisiert. Für einen Sieg gegen Panama gibt es lediglich eine Quote von 1,14. Für einen Erfolg gegen Tunesien bietet bet365 eine Quote von 1,30. Und für einen Erfolg gegen England gibt es immerhin eine Quote von 2,50.

    Wird Belgien Weltmeister wird eine Quote von 12,0 ausgezahlt. Nur Brasilien, Deutschland, Spanien, Frankreich und Argentinien werden höher gehandelt.

Drehe am Glücksrad!

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